Die schnelle Antwort
- Ein Luftentfeuchter für Wohnräume zieht 200 bis 500 Watt. Bei zwölf Stunden Laufzeit am Tag macht das 72 bis 180 Kilowattstunden im Monat, also 27 bis 67 Euro bei 37 Cent je Kilowattstunde. Ein 245-Watt-Gerät liegt bei 88 Kilowattstunden und rund 33 Euro.
- Die Wattzahl allein sagt wenig. Entscheidend ist, wie viel Wasser das Gerät dafür aus der Luft holt. Ein Kompressorgerät schafft einen Liter für rund 18 Cent, aber nur unter seiner Prüfbedingung von 32 Grad. In einem 22 Grad warmen Wohnraum sind es schon rund 42 Cent.
- Im kalten Keller kippt genau diese Rechnung. Bei 12 Grad bleiben rund 30 Prozent der Datenblatt-Leistung übrig, der Liter kostet dann rund 61 Cent.
- Unter 15 Grad empfiehlt der Hersteller Trotec ausschließlich Kompressorgeräte mit Heißgasabtauung. Ein Adsorptionstrockner arbeitet laut Datenblatt bis 1 Grad, braucht je Liter aber deutlich mehr Strom.
Stell die Regler auf deinen Raum und dein Gerät. Der Rechner fragt dich nicht, wie lange dein Gerät läuft, sondern rechnet es aus: erst wie viel Wasser je Tag aus deinem Raum muss, dann wie viel dein Gerät bei dieser Temperatur davon schafft, und daraus die Laufzeit und die Kosten. Wenn du noch kein Gerät hast, hilft dir vorher unser Vergleich der Luftentfeuchter unter 200 Euro bei der Vorauswahl.
Formel, Annahmen und Grenzen des Rechners anzeigen
| Feuchtelast | (absolute Feuchte im Raum − absolute Feuchte bei 55 %) × Infiltrationsfaktor × Raumvolumen × 24 h, dazu 1.000 ml je Person und Tag |
|---|---|
| Infiltration | 0,3 bei guter Dämmung, 0,5 im Altbau |
| Realer Entzug | Datenblatt-Liter × (absolute Feuchte im Raum ÷ absolute Feuchte bei Nennbedingung) |
| Absolute Feuchte | Magnus-Formel mit WMO-Koeffizienten, in Gramm je Kubikmeter |
| Nötige Laufzeit | Feuchtelast ÷ realer Entzug × 24 h, gedeckelt bei 24 h |
| Stromkosten | Watt × Laufzeit × 30 Tage ÷ 1.000 × Strompreis |
Luftentfeuchter Stromverbrauch: die Antwort in einer Minute
Die Formel, die überall steht, ist richtig und trotzdem irreführend: Watt mal Laufzeit mal Strompreis. Ein Gerät mit 245 Watt, zwölf Stunden am Tag, 30 Tage lang, ergibt 88 Kilowattstunden und bei 37 Cent je Kilowattstunde rund 33 Euro im Monat. So weit rechnet jeder Ratgeber mit.
Nur beantwortet diese Zahl nicht die Frage, die du eigentlich hast. Ein Luftentfeuchter ist kein Heizlüfter, der einfach Wärme abgibt. Er hat eine Aufgabe, nämlich eine bestimmte Menge Wasser aus der Luft zu holen. Ob 33 Euro im Monat viel oder wenig sind, hängt davon ab, ob er dabei zwei Liter am Tag schafft oder nur einen halben. Und genau das steht nirgends auf der Verpackung.
Deshalb rechnen wir hier mit einer anderen Kennzahl: Kilowattstunden je entzogenem Liter Wasser. Die macht Geräte vergleichbar, über alle Bauarten hinweg, und sie deckt auf, warum derselbe Entfeuchter im Wohnzimmer günstig und im Keller teuer ist.
Warum die Zahl auf dem Datenblatt nicht dein Keller ist
Die Prüfbedingung steht klein neben der Literzahl
Schlag die Betriebsanleitung eines beliebigen Geräts auf. Beim Trotec TTK 30 E steht in den technischen Daten nicht einfach „12 Liter in 24 Stunden“, sondern „Entfeuchtungsleistung, @ 32 °C / 80 % r.F.: 12 l / 24 h“. Das ist die Bedingung, unter der der Hersteller prüft: 32 Grad Raumtemperatur bei 80 Prozent Luftfeuchte. Tropenhaus, nicht Waschküche.
Der Hersteller Condair schreibt in seinem Fachbeitrag zu Kondensationsentfeuchtern dasselbe: Angegeben werden „meist nur Standardwerte bei 30 °C und 80 % r.F., gelegentlich auch bei 27 °C und 60 % r.F.“. Eine einheitliche Norm gibt es also nicht. Zwei Geräte mit „20 Liter“ auf dem Karton können unter verschiedenen Bedingungen ermittelt sein, und dann sind die Zahlen schlicht nicht vergleichbar. Ohne die Prüfbedingung ist die Literangabe wertlos.
Was bei 12 Grad übrig bleibt
Ein Kondensationsentfeuchter kann der Luft nur das entziehen, was sie überhaupt trägt. Condair beziffert das so: Bei 20 Grad nimmt Luft höchstens 14,7 Gramm Wasser je Kilogramm auf, bei 5 Grad nur noch 5,4 Gramm. Kalte Luft ist einfach leer. Der Kompressor läuft trotzdem weiter und zieht weiter seine 245 Watt, nur tropft hinten deutlich weniger heraus.
Wir haben das durchgerechnet. Skaliert man die Entfeuchtungsleistung mit der absoluten Feuchte der Raumluft, bleiben bei 12 Grad und 75 Prozent noch rund 30 Prozent der Datenblatt-Leistung übrig. Aus 12 Litern werden 3,6. Der Strombedarf je Liter steigt damit von 0,49 auf 1,66 Kilowattstunden, also vom Datenblattwert auf mehr als das Dreifache. In Cent: aus 18 werden 61.
Das Modell ist eine Näherung, und wir sagen dazu, wo seine Grenze liegt: Verdampfertemperatur, Luftmenge und Abtauzyklen sind darin nicht abgebildet. Unter 15 Grad liegt die reale Leistung deshalb noch unter dem berechneten Wert, nicht darüber. Eine Gegenprobe haben wir trotzdem: Für ein Peltier-Gerät bei 20 Grad und 70 Prozent liefert dieselbe Rechnung genau 50 Prozent der Nennleistung, und Trotec gibt für diesen Fall unabhängig davon „weniger als 50 %“ an.
Liefert genau die beiden Zahlen, die der Rechner oben braucht: Raumtemperatur und Luftfeuchte.
- Zeigt Temperatur und relative Luftfeuchte gleichzeitig an.
- Rechnet zusätzlich den Taupunkt aus, an dem Wasser an der Wand kondensiert.
- Alarm meldet kritische Luftfeuchte selbstständig, mit frei einstellbarem Grenzwert.
- Kostet weniger als ein Monat Entfeuchterbetrieb.
- Misst die Raumluft, nicht die Oberflächenfeuchte der Wand.
- Ein einzelnes Gerät zeigt nur eine Stelle im Raum.
Ob statt der Luft die Wand selbst feucht ist, klärt kein Hygrometer. Dafür brauchst du ein Feuchtigkeitsmessgerät für die Wand und eine trockene Vergleichsstelle aus demselben Material.
Luftentfeuchter Stromverbrauch je Liter statt je Stunde
Die Rechnung ist simpel: Leistungsaufnahme mal 24 Stunden, geteilt durch 1.000, geteilt durch die Entfeuchtungsleistung je Tag. Heraus kommen Kilowattstunden je Liter. Wir haben sie für sieben Geräte und Gerätestufen aus den Herstellerdatenblättern gebildet, und das Ergebnis ordnet den Markt anders, als die meisten erwarten.
Dass das die richtige Kennzahl ist, sehen nicht nur wir so. Die Stiftung Warentest hat Luftentfeuchter im Februar 2026 nicht selbst geprüft, sondern die Messungen ihrer britischen Partnerorganisation Which ausgewertet. Und die rechnet nach demselben Prinzip: Den Stromverbrauch setzt Which ausdrücklich „nicht in Relation zur Zeit, sondern zur Menge des gesammelten Wassers“. Als Gerät mit den niedrigsten Betriebskosten unter den acht Empfehlungen nennt der Bericht den Meaco Dry Arete One 25L.
Daten und Methodik anzeigen
| Bauart und Gerät | Prüfbedingung | kWh je Liter |
|---|---|---|
| Kompressor, Trotec TTK 30 E (245 W, 12 l) | 32 °C / 80 % | 0,49 |
| Kompressor, typisches Gerät (290 W, 14 l) | 30 °C / 80 % | 0,50 |
| Kompressor TTK 30 E, gerechnet für einen Keller | 12 °C / 75 % | 1,66 |
| Peltier, Sichler NX-6928 (23 W, 300 ml) | 30 °C / 85 % | 1,84 |
| Adsorption, Meaco DD8L Pro Stufe 3 (623 W, 7,97 l) | 20 °C / 60 % | 1,88 |
| Adsorption, Meaco DD8L Pro Stufe 2 (437 W, 5,40 l) | 20 °C / 60 % | 1,94 |
| Peltier, typisches Gerät (30 W, 300 ml) | 30 °C / 80 % | 2,40 |
| Adsorption, Meaco DD8L Pro Stufe 1 (231 W, 2,12 l) | 20 °C / 60 % | 2,62 |
Formel: Leistungsaufnahme in Watt mal 24 Stunden geteilt durch 1.000, das Ergebnis geteilt durch die Entfeuchtungsleistung in Litern je 24 Stunden. Gegenprobe an Trotecs eigener Fußnotenrechnung: Dort stehen 290 Watt und 14 Liter je 24 Stunden. Trotec rundet die Laufzeit je Liter auf 1,7 Stunden und kommt auf 493 Wattstunden, exakt sind es 1,714 Stunden und 497. Die Abweichung stammt allein aus dieser Rundung.
Die Bedingungen sind bewusst nicht angeglichen, weil die Hersteller sie so angeben. Der Adsorptionstrockner ist der einzige im Feld, dessen Werte schon bei Raumklima gelten. Seine Zahlen sind deshalb strenger erhoben als die der Kompressorgeräte und würden unter Prüfbedingung besser ausfallen.
Die gestrichelte Linie bei 0,68 kWh markiert die Wärme, die beim Kondensieren eines Liters Wasserdampf frei wird und abgeführt werden muss: 2.441 kJ je Kilogramm bei 25 °C, geteilt durch 3.600. Sie ist keine Untergrenze für den Stromverbrauch, denn beide Kondensationsbauarten arbeiten als Wärmepumpe und verschieben diese Wärme, statt sie aufzubringen. Sie zeigt aber den Abstand: Das Kompressorgerät unterbietet sie deutlich, Peltier und Adsorption liegen beim Dreifachen und darüber.
Zu dem für Peltier kursierenden Wert von 0,12 kWh je Liter braucht es keine Gegenmessung: Die Quelle nennt in derselben Tabellenzeile 25 bis 50 Watt bei 500 Millilitern am Tag, und daraus folgen 1,2 bis 2,4 kWh je Liter.
Ein typisches Kompressorgerät holt einen Liter Wasser für 0,50 Kilowattstunden aus der Luft. Ein typisches Peltier-Gerät braucht dafür 2,40 Kilowattstunden und damit rund das Fünffache, beide Angaben für 30 Grad und 80 Prozent. Diese Rechnung stammt nicht von uns, sondern steht als Fußnote in Trotecs eigenem Ratgeber zu Halbleiterentfeuchtern: 30 Watt und 300 Milliliter am Tag bedeuten 80 Stunden und 2.400 Wattstunden für einen einzigen Liter.
Warum die kleine Wattzahl in die Irre führt
Für Peltier-Geräte kursiert die Zahl 0,12 Kilowattstunden je Liter. Sie steht in der Effizienztabelle eines deutschen Ratgebers zu genau dieser Frage, und sie widerspricht der Angabe direkt daneben in derselben Tabellenzeile: 25 bis 50 Watt bei 500 Millilitern am Tag. Rechne das nach, und du landest bei 1,2 bis 2,4 Kilowattstunden je Liter, beim Zehn- bis Zwanzigfachen des behaupteten Werts. Man braucht dafür keine eigene Gegenprobe. Die Zeile widerlegt sich selbst.
Fairerweise: Derselbe Ratgeber nennt an anderer Stelle das Kompressorgerät ausdrücklich Klassenbest und schreibt, bei Standardbedingungen sei der Kompressor sparsamer. Der Fehler steckt also nicht in seiner Empfehlung, sondern in einer einzelnen Zahl seiner Tabelle. Folgenreich ist sie trotzdem, weil sie genau dort steht, wo jemand die Bauarten gegeneinander abwägt.
Die Datenblätter bestätigen das. Ein Sichler NX-6928 zieht 23 Watt und schafft 300 Milliliter am Tag, und zwar bei 30 Grad und 85 Prozent, wie der Anbieter angibt. Das sind 1,84 Kilowattstunden je Liter, also rund 68 Cent gegenüber 18 Cent beim Kompressorgerät unter dessen Prüfbedingung. Dass die kleinen Geräte so wenig Watt ziehen, täuscht: Sie brauchen für dieselbe Menge Wasser eben viel länger.
Das heißt nicht, dass ein Peltier-Gerät Unsinn ist. Für einen Kleiderschrank, ein Wohnmobil oder ein fensterloses Gäste-WC ist es leise, klein und günstig in der Anschaffung, und dort geht es um wenige Milliliter am Tag. Falsch wird es erst, wenn jemand damit einen Keller trocknen will. Trotec rechnet vor, dass schon ein gut gedämmter Raum von zehn Quadratmetern über 600 Milliliter am Tag braucht, im Altbau über 1.000. Das ist mehr, als ein Peltier-Gerät unter Laborbedingungen schafft.
Adsorptionstrockner mit Zeolith-Rad liegen übrigens auch nicht niedriger. Der Meaco DD8L Pro braucht je nach Stufe 1,88 bis 2,62 Kilowattstunden je Liter, und zwar bei 20 Grad und 60 Prozent. Ihr Vorteil ist ein anderer, und der zeigt sich erst bei Kälte.
Daten und Methodik anzeigen
| Bauart | Beleg | Arbeitsbereich |
|---|---|---|
| Adsorption (Zeolith) | Meaco DD8L Pro, Datenblatt | 1 bis 35 °C |
| Kompressor, geprüftes Gerät | Trotec TTK 30 E, Handbuch | 5 bis 32 °C |
| Peltier (Halbleiter) | Sichler NX-6928, Herstellerangabe | ab 15 °C |
Die 15-Grad-Marke ist keine Norm, sondern eine Herstellerangabe von Trotec: Unterhalb davon vereist der Verdampfer eines Kondensationsgeräts, und eine Abtauung allein über die Raumluft reicht nicht mehr aus. Heißgasabtauung leitet dafür heißes Kältemittel durch den Verdampfer und arbeitet deshalb auch bei Kälte weiter.
Der untere Wert von 5 °C stammt aus der Betriebsanleitung eines konkreten Geräts und ist kein Klassenwert. Dieses Handbuch nennt eine automatische Enteisung, benennt aber nicht, welches Verfahren dahintersteckt — die Zeile belegt also den Arbeitsbereich, nicht die Abtauart. Welche Abtauart ein Gerät hat, steht selten im Angebotstext und oft nur im Handbuch.
Unter 15 Grad vereist der Verdampfer eines Kondensationsgeräts. Trotec formuliert das unmissverständlich: Für die dauerhafte Entfeuchtung unbeheizter Räume unter 15 Grad sollten „ausschließlich Kompressorgeräte mit Heißgasabtauung eingesetzt werden“. Geräte für Wohnräume tauen über die Raumluft ab, und genau das funktioniert in der Kälte nicht mehr. Welche Abtauart dein Wunschgerät hat, steht selten im Angebotstext, aber fast immer im Handbuch.
Wie viel Wasser überhaupt aus deinem Raum muss
Bevor du über Watt nachdenkst, lohnt der Blick auf die Aufgabe. Trotec legt sein Rechenmodell offen, und es lässt sich auf jeden Raum anwenden: Man nimmt die Differenz der absoluten Feuchte zwischen Außenluft und Zielklima, dämpft sie mit einem Infiltrationsfaktor (0,3 bei guter Dämmung, 0,5 im Altbau) und rechnet sie aufs Raumvolumen hoch.
Wir haben das Modell nachgebaut und gegen die beiden veröffentlichten Beispiele geprüft: Es trifft die 630 Milliliter für den gedämmten Zehn-Quadratmeter-Raum und die 1.050 Milliliter für denselben Raum im Altbau auf 15 Milliliter genau. Dazu kommen die Lasten, die im Raum selbst entstehen.
| Quelle | Wasser je 24 Stunden |
|---|---|
| Je Person, allein durch Atem und Hautverdunstung | rund 1.000 ml |
| Kochen und Spülen, je Haushalt | rund 700 ml |
| Duschen, je Person und Duschgang | rund 300 ml |
| Je Topfpflanze | rund 48 ml |
| Außenluft, gedämmter Raum 10 m² bei 20 °C und 70 % | rund 630 ml |
| Außenluft, derselbe Raum im Altbau | rund 1.050 ml |
Rechne das für deinen Fall zusammen und du weißt, welche Tagesleistung dein Gerät wirklich braucht. Ein 20 Quadratmeter großer Altbaukeller, der ohne Gerät bei 75 Prozent steht, kommt in unserer Rechnung auf rund 1,3 Liter am Tag. Bei 12 Grad muss ein 245-Watt-Gerät dafür knapp neun Stunden laufen, das sind gut 63 Kilowattstunden und rund 23 Euro im Monat. Genau so rechnet der Rechner oben, nur eben mit deinen Werten.
Die vier teuersten Fehler beim Entfeuchten
Das falsche Gerät im kalten Raum. Von den vier Fehlern hier kostet dieser am meisten. Ein Wohnraumgerät im 8 Grad kalten Keller vereist, taut ständig ab und entzieht der Luft kaum noch Wasser, während der Kompressor weiterläuft. Du zahlst den vollen Strom für einen Bruchteil der Leistung. Prüf vor dem Kauf den Arbeitsbereich im Handbuch: Steht dort „5 °C bis 32 °C“, ist das die Untergrenze für den Betrieb, nicht für vernünftige Leistung.
Dauerbetrieb ohne Hygrostat. Ein Gerät ohne Feuchtesteuerung läuft, bis der Tank voll ist, auch wenn die Luft längst trocken genug ist. Mit Hygrostat schaltet es bei der eingestellten Zielfeuchte ab. 50 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte gelten als Richtwert gegen Schimmel, bezogen auf die Raumluft. An kalten Außenwänden und hinter Möbeln liegt die Feuchte an der Oberfläche höher, dort reicht dieser Wert nicht. Jedes Prozent unter 50 kostet dagegen Strom und bringt nichts. Wie du die Zielfeuchte richtig wählst und wo das Gerät stehen sollte, steht in unserem Ratgeber zum richtigen Aufstellen eines Luftentfeuchters.
Die Literzahl auf dem Karton mit der Tankgröße verwechseln. Bei kleinen Geräten meint „1.000 ml“ oder „2 Liter“ im Produkttitel oft den Wasserbehälter, nicht die Tagesleistung. Trotec weist ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächliche Entfeuchtungskapazität dann „oft weniger als die Hälfte des Tankvolumens“ beträgt. Such im Datenblatt nach der Angabe mit „je 24 h“ dahinter.
Gegen eine Ursache anentfeuchten, die kein Gerät löst. Ein Luftentfeuchter arbeitet gegen Feuchte in der Luft. Gegen aufsteigende Mauerfeuchte, ein undichtes Rohr oder eine kaputte Horizontalsperre läuft er endlos und ohne Erfolg. Wenn der Tank Tag für Tag gleich voll wird, obwohl niemand den Raum nutzt, ist das ein Warnzeichen. Sitzt bereits Schimmel an der Wand, hilft nur die fachgerechte Schimmelentfernung nach Untergrund, und danach die Ursachensuche. Größere Flächen, wiederkehrender Befall oder Feuchte aus der Bausubstanz gehören in die Hand eines Fachbetriebs. Ein Luftentfeuchter kauft dort nur Zeit.
Zeigt, was dein Entfeuchter wirklich zieht, statt was auf dem Typenschild steht.
- Misst Kilowattstunden über Tage hinweg, nicht nur die Momentanleistung.
- Eigener Strompreis frei eintragbar, die Eurozahl stimmt dann für deinen Tarif.
- Zeigt auch die tatsächliche Laufzeit, die beim Hygrostat-Betrieb kaum zu schätzen ist.
- Kostet ungefähr so viel wie drei Tage Kellerentfeuchtung.
- Nur für den Innenbereich, an einer feuchten Kellerwand nichts verloren.
- Die Anzeige setzt bei Stromausfall je nach Modus zurück.
Luftentfeuchter Stromverbrauch senken: was wirklich hilft
Die Zielfeuchte hochsetzen. Von allen Stellschrauben in diesem Abschnitt bewirkt diese am meisten, und sie kostet nichts. Ein Beispiel aus unserer Rechnung: Bei 20 Grad und 70 Prozent Ausgangsfeuchte müssen der Luft 1,72 Gramm je Kubikmeter entzogen werden, um auf 60 Prozent zu kommen, und 3,45 Gramm, um auf 50 zu kommen. Zehn Prozentpunkte strenger verdoppeln also exakt die Arbeit. Für den Schimmelschutz in der Raumluft genügen 55 Prozent in aller Regel.
Den Raum wärmer machen, nicht kälter. Das klingt paradox, weil Heizen Geld kostet. Aber ein Kondensationsgerät arbeitet in wärmerer Luft deutlich effizienter. Condair formuliert es so: Leistung und Wirkungsgrad nehmen mit abnehmender Temperatur stark ab. Wie viel das im Einzelfall bringt, beziffern wir bewusst nicht, denn es hängt davon ab, wie viel Feuchte beim Erwärmen im Raum bleibt, und genau das kann unser Modell nicht vorhersagen. Die ehrliche Regel lautet deshalb: Der Hebel wirkt dort, wo ohnehin geheizt wird, und selten dort, wo nur für das Gerät geheizt würde.
Die Tür zumachen. Der Infiltrationsfaktor in der Rechnung oben ist kein Detail. Er steht für die Luft, die aus Nachbarräumen und von außen nachströmt. Ein Kellerraum mit offener Tür zum Treppenhaus entfeuchtet faktisch das halbe Haus mit.
Im Sommer nicht gegen die Außenluft anlüften. Im Juli trägt Außenluft bei 25 Grad und 70 Prozent rund 16 Gramm Wasser je Kubikmeter, kühle Kellerluft bei 14 Grad und 80 Prozent nur knapp 10. Wer dann das Kellerfenster aufreißt, bringt Feuchte herein statt sie loszuwerden, und das Gerät arbeitet dagegen an. Warum Fenster in solchen Situationen beschlagen, erklären wir im Ratgeber zu beschlagenen Fenstern von innen.
Das Kondenswasser nutzen, statt es wegzukippen. Spart keinen Strom, aber es macht die Literzahl im Tank greifbar. Was du damit sinnvoll anfangen kannst und wo Vorsicht geboten ist, steht im Ratgeber zur Verwendung von Wasser aus dem Luftentfeuchter.
Häufige Fragen zum Stromverbrauch von Luftentfeuchtern
Wie viel Strom verbraucht ein Luftentfeuchter pro Tag?
Ein typisches Kompressorgerät für Wohnräume zieht 200 bis 500 Watt. Läuft es zwölf Stunden am Tag, sind das etwa 2,4 bis 6 Kilowattstunden täglich, also rund 90 Cent bis 2,20 Euro bei 37 Cent je Kilowattstunde. Über den Monat ergibt das 27 bis 67 Euro. Wie viel davon in deinem Fall anfällt, hängt vor allem daran, wie lange das Gerät wirklich laufen muss, und das entscheidet die Raumtemperatur. Der Rechner oben im Beitrag rechnet deinen Fall durch.
Welcher Luftentfeuchter verbraucht unter den gängigen Bauarten am wenigsten Strom?
Nach der Wattzahl liegen Peltier-Geräte vorn, mit 20 bis 30 Watt. Nach der Arbeit, die sie dafür leisten, drehen sich die Verhältnisse um: Sie brauchen 1,8 bis 2,4 Kilowattstunden für einen Liter Wasser, jeweils unter der vom Hersteller genannten Prüfbedingung, ein Kompressorgerät unter seiner nur rund 0,5. Die richtige Vergleichsgröße ist deshalb Strom je entzogenem Liter, nicht Watt. Mehr dazu im Abschnitt zu Cent je Liter.
Gibt es einen Luftentfeuchter-Test der Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Februar 2026 einen Bericht mit dem Titel Luftentfeuchter im Test: Was sie leisten und was nicht. Geprüft hat sie dafür allerdings nicht selbst, sondern sie wertete die Ergebnisse ihrer britischen Partnerorganisation Which aus und empfahl daraus acht Geräte, die in Deutschland erhältlich waren. Interessant für den Verbrauch: Which bewertet den Strombedarf ausdrücklich nicht je Stunde, sondern je gesammeltem Liter Wasser. Die niedrigsten Betriebskosten unter diesen acht Geräten hatte der Meaco Dry Arete One 25L.
Lohnt sich ein Luftentfeuchter trotz der Stromkosten?
Wenn die Feuchte aus der Nutzung kommt, also aus Wäsche, Duschen, Kochen oder schlicht aus Menschen im Raum, dann ja. Selbst 60 Euro Strom im Monat sind günstiger als eine Schimmelsanierung. Kommt die Feuchte dagegen aus der Bausubstanz, etwa aus aufsteigender Mauerfeuchte oder einem undichten Rohr, arbeitet das Gerät dauerhaft gegen eine Ursache an, die es nicht beseitigen kann. Ein Hinweis darauf ist ein Tank, der jeden Tag gleich voll wird, obwohl niemand den Raum nutzt.
Kann ein Luftentfeuchter in einem kalten Keller überhaupt arbeiten?
Nur mit der passenden Technik. Unter 15 Grad vereist der Verdampfer eines Kondensationsgeräts, und Geräte für Wohnräume tauen über die Raumluft ab, was in der Kälte nicht mehr funktioniert. Für unbeheizte Räume empfiehlt der Hersteller Trotec ausdrücklich nur Kompressorgeräte mit Heißgasabtauung. Die Alternative ist ein Adsorptionstrockner mit Zeolith-Rad, der bis etwa 1 Grad arbeitet, dafür aber dauerhaft mehr Strom je Liter braucht.
Sollte der Luftentfeuchter durchlaufen oder nur zeitweise?
Durchlaufen lassen, aber mit Hygrostat. Das Gerät schaltet dann selbstständig ab, sobald die eingestellte Zielfeuchte erreicht ist, und wieder ein, wenn sie überschritten wird. Zielwert sind 50 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte, für den Schimmelschutz reichen 55 Prozent in aller Regel. Jedes Prozent darunter kostet zusätzlich Strom, ohne dass es etwas bringt. Ein Gerät ohne Hygrostat läuft dagegen stur weiter, bis der Tank voll ist.
Fazit zum Luftentfeuchter Stromverbrauch
Die ehrliche Antwort auf die Titelfrage hängt an zwei Zahlen: an der Leistungsaufnahme deines Geräts und daran, wie lange es laufen muss. Ein 245-Watt-Gerät in einem 20 Quadratmeter großen Altbaukeller kommt auf rund 23 Euro im Monat, weil es dort knapp neun Stunden am Tag braucht. Dasselbe Gerät zwölf Stunden am Tag kostet 33 Euro, ein 500-Watt-Gerät bei gleicher Laufzeit 67. Die zweite Zahl, die Laufzeit, bestimmt die Raumtemperatur. Die 18 Cent je Liter, die sich aus einem Datenblatt ergeben, gelten für 32 Grad und sonst nirgends. In einem 22 Grad warmen Wohnraum kostet derselbe Liter rund 42 Cent, im 12 Grad kalten Keller rund 61. Gegenüber dem Datenblattwert ist das mehr als das Dreifache.
Was wir aus der Rechnerei mitgenommen haben: Peltier-Geräte gelten wegen ihrer kleinen Wattzahl als sparsam, liegen je Liter aber bei 1,84 bis 2,40 Kilowattstunden und damit auf dem Niveau der Adsorptionstrockner. Ein Kompressorgerät braucht unter seiner Prüfbedingung ein Viertel davon. Wer ein kleines, leises Gerät für den Schrank sucht, fährt mit Peltier trotzdem richtig, weil es dort um Milliliter geht. Wer einen Raum trocken bekommen will, braucht etwas anderes. Welches Gerät zu deinem Raum passt, klärt unser Vergleich der Luftentfeuchter für den Keller, für die unbeheizte Variante hilft der Überblick zu Garagen-Luftentfeuchtern.
Und wenn dein Gerät dauernd Tank voll meldet, obwohl kaum Wasser drin ist, liegt das meist nicht am Verbrauch, sondern am Schwimmerkontakt. Die Fehlersuche dazu steht im Ratgeber zu Luftentfeuchtern, die Tank voll anzeigen.