Wann die Verbindung abreißt, verrät die Ursache. Immer wieder nachts oder alle paar Tage deutet auf die Radarabschaltung im 5-Gigahertz-Band, nach jedem Standby auf Verschlüsselung oder Schnellstart, nur beim Streamen auf den Funkkanal. In 8 von 11 gelösten Fällen unserer Auswertung lag es am Netz, nicht am Fernseher.
Wann es abreißt, verrät warum
Fast alle Anleitungen zu diesem Thema behandeln eine andere Frage als deine. Sie erklären, was zu tun ist, wenn sich der Fernseher gar nicht erst verbindet. Dein Problem ist aber das andere: Die Verbindung steht, funktioniert eine Weile, und dann ist sie weg. Das sind zwei verschiedene Fehlerbilder mit verschiedenen Ursachen, und deshalb hilft dir die übliche Ursachenliste so wenig.
Der schnellste Weg zur Ursache führt über das Muster: Zu welcher Tageszeit reißt es ab, wie oft, und was hast du unmittelbar davor gemacht? Notiere das zwei Tage lang, das kostet nichts und spart dir die Hälfte der Fehlersuche.
| So äußert es sich | Das steckt meistens dahinter | Damit prüfst du zuerst |
|---|---|---|
| Alle paar Tage, oft nachts, alle Geräte gleichzeitig weg | Die Radarabschaltung im 5-Gigahertz-Band | Im Router einen Kanal ohne Radarpflicht fest einstellen |
| Nach jedem Standby oder morgens nach dem Einschalten | Verschlüsselung, Schnellstart-Funktion oder die Nachtabschaltung des Routers | Verschlüsselung testweise auf WPA2, Schnellstart aus |
| Nur beim Streamen, sonst läuft alles | Der Funkkanal ist überlastet oder der Fernseher wird zwischen den Bändern hin und her geschoben | Kanal und Bandwechsel im Router prüfen |
| Der WLAN-Schalter im Fernseher steht auf Aus und lässt sich nicht einschalten | Ein Defekt im Funkmodul des Fernsehers | Kreuzprobe mit einem Kabel, danach Händler oder Service |
Die Radarabschaltung, die in keinem anderen Ratgeber steht
Das 5-Gigahertz-Band gehört dem WLAN nicht allein. Auf einem großen Teil davon haben Wetter- und Flugradare Vorrang, und die Bundesnetzagentur schreibt für diese Kanäle die dynamische Frequenzwahl vor, kurz DFS: Erkennt der Router ein Radarsignal, muss er den Kanal sofort räumen. Betroffen sind die Bereiche von 5250 bis 5350 und von 5470 bis 5725 Megahertz, in Kanalnummern also grob die Kanäle 52 bis 64 und 100 bis 140.
Der Router entdeckt auf seinem Kanal ein Radarsignal, etwa von einem Flughafen oder einer Wetterstation.
Binnen zehn Sekunden muss der Kanal frei sein. In diesem Moment verliert der Fernseher die Verbindung.
Der geräumte Kanal bleibt eine halbe Stunde tabu. Der Router muss auf einen anderen ausweichen.
Auf dem neuen Kanal horcht er erst eine Minute lang, bevor er sendet. Im Wetterradarband sind es zehn Minuten.
Daten & Methodik anzeigen
| Vorgang | Vorgabe |
|---|---|
| Kanal räumen nach Radarerkennung | 10 Sekunden |
| Sperrzeit des geräumten Kanals | 30 Minuten |
| Prüfzeit auf einem neuen Kanal | 60 Sekunden |
| Prüfzeit im Wetterradarband 5600 bis 5650 Megahertz | 600 Sekunden |
Grenze der Quelle: Die Bundesnetzagentur schreibt die Norm vor, nennt die Zeitwerte aber nicht selbst. Die Werte stammen aus einer Wiedergabe der Normtabellen, nicht aus dem Normtext. Kanalnummern: Die Verfügung nennt Frequenzbereiche, keine Kanalnummern; die verbreitete Angabe „Kanal 52 bis 64 und 100 bis 140“ ist eine Umrechnung, keine Zitatstelle.
Das erklärt genau das Muster, an dem alle Standardtipps scheitern: Es passiert plötzlich, es betrifft alle Geräte am 5-Gigahertz-Netz gleichzeitig, es tritt oft nachts oder immer zur selben Uhrzeit auf, und am Fernseher ist nichts kaputt. Wer in dieser Lage den Fernseher zurücksetzt, repariert ein Gerät, das nie einen Fehler hatte.
Nach jedem Standby weg: drei Ursachen, eine Ausrede
Bricht die Verbindung reproduzierbar mit dem Standby oder ist sie am nächsten Morgen weg, kommen drei Kandidaten infrage. Der erste ist die Verschlüsselung. Läuft dein Router im gemischten Modus mit WPA2 und WPA3, handeln beide Seiten bei jedem Verbindungsaufbau neu aus, welches Verfahren gilt, und ältere Fernsehchips vertragen das nicht immer. In unserer Auswertung war die Umstellung auf WPA2 der einzige Standardtipp mit einer Trefferquote über einem Viertel. AVM gibt dazu einen Hinweis, der in keinem Ratgeber steht: Richte die Verbindung nicht per WPS-Knopf oder QR-Code ein, denn dabei landen Geräte meist auf WPA2, auch wenn sie WPA3 könnten.
Kopfhörersender arbeiten dagegen meist im 2,4-Gigahertz-Band und können denselben Ärger machen. Wie du dort Funkstörung von Einstellungsfehler unterscheidest, steht im Ratgeber TV-Kopfhörer koppelt nicht mehr.
Der zweite Kandidat ist die Schnellstart-Funktion des Fernsehers. Sie hält das Gerät im Standby teilweise wach, damit es schneller startet, und lässt dabei je nach Modell das Funkmodul in einem Zustand hängen, aus dem es sich nicht sauber neu verbindet. Bei LG heißt sie in der deutschen Oberfläche „Quick Start+“, der Hersteller weist im Handbuch selbst darauf hin, dass sie den Stromverbrauch erhöht. Für zwei Tage ausschalten ist ein billiger Test.
Der dritte Kandidat sitzt im Router: eine Nachtabschaltung des Funknetzes oder ein Zeitplan, den irgendwann jemand aktiviert hat. Das ist der Fall, in dem alle Geräte gleichzeitig und immer zur selben Uhrzeit verschwinden, und er ist in zwei Minuten geprüft.
Warum ausgerechnet der Fernseher rausfliegt und das Handy nicht
Diese Frage steht in jedem zweiten Forenthread, und sie hat eine belegte Antwort. Moderne Router verteilen Geräte selbstständig zwischen dem 2,4- und dem 5-Gigahertz-Netz und im Mesh zwischen mehreren Stationen. Damit das ohne Unterbrechung klappt, muss das Endgerät zwei Zusatzstandards beherrschen, die im Funkjargon 802.11k und 802.11v heißen. AVM schreibt dazu wörtlich, dass Geräte ohne diese beiden Standards nur „durch eine kurze Trennung der WLAN-Verbindung“ in ein anderes Funknetz gesteuert werden können.
Damit ist das Rätsel gelöst. Dein Smartphone ist zwei Jahre alt und kann beides, dein Fernseher ist sieben Jahre alt und kann es nicht. Jedes Mal, wenn der Router ihn für besser aufgehoben hält, fliegt er kurz raus. Beim Handy merkst du davon nichts, beim laufenden Film schon.
Wo du am Fernseher was einstellst
Die Menüs unterscheiden sich stark, und viele Anleitungen im Netz beschreiben Stände von 2023 oder früher. Die folgenden Pfade stammen aus den aktuellen deutschen Handbüchern der Hersteller. Wo ein Punkt nicht existiert, steht das ausdrücklich dabei, denn genau daran verzweifeln Leser, die einer erfundenen Anleitung folgen.
| Hersteller | WLAN-Einstellungen | Netzwerk zurücksetzen | Energiespar- oder Schnellstart-Funktion |
|---|---|---|---|
| LG webOS, 2023 bis 2025 | Alle Einstellungen, Allgemein, Netzwerk, Wi-Fi-Verbindung | In den Handbüchern nicht zu finden. Unter „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ lässt sich das Netz nur ausdrücklich verschonen | Allgemein, System, Zusätzliche Einstellungen, Quick Start+ |
| Samsung Tizen, ab 2022 | Menü, Einstellungen, Alle Einstellungen, Verbindung, Netzwerk | Verbindung, Netzwerk, Netzwerk zurücksetzen (Standard-PIN 0000) | in den geprüften deutschen Quellen nicht dokumentiert |
| Sony Google TV, 2023, 2025 und 2026 | Einstellungen, Netzwerk & Internet, WLAN | In den Handbüchern nicht zu finden. Belegt ist nur die Netzwerkdiagnose unter Netzwerkstatus | in den geprüften deutschen Quellen nicht dokumentiert |
| Philips, 2023 bis 2025 | Einstellungen, Netzwerk und Internet, Wi-Fi | In den Handbüchern nicht zu finden. Auf Titan OS existiert „Internetspeicher löschen“ | in den geprüften deutschen Quellen nicht dokumentiert |
Messen statt raten: was der Router protokolliert
In den ausgewerteten Diskussionen wird viel vermutet und praktisch nie nachgesehen, obwohl jeder Router ein Ereignisprotokoll führt. Dort steht mit Uhrzeit, wann ein Gerät sich abgemeldet hat und ob der Router den Kanal gewechselt hat. Genau das brauchst du, um zwei Fragen zu beantworten: Verliert nur der Fernseher die Verbindung oder alle Geräte, und passiert es immer zur selben Zeit? Ein Protokolleintrag ersetzt drei Abende Raten.
Beim Empfang gilt eine Einschränkung, die den meisten Ratgebern entgeht: Der absolute Pegel in dBm sagt allein wenig aus. Was zählt, ist der Abstand zwischen Nutzsignal und Störpegel, der sogenannte Störabstand. Cisco nennt für Datenverbindungen mindestens 20 Dezibel Abstand und zeigt an einem Beispiel, dass ein Pegel von minus 65 dBm bei ruhigem Umfeld gut ist und bei lautem Umfeld nicht mehr reicht. Die vielzitierte Faustzahl minus 70 dBm ließ sich in keiner Herstellerquelle belegen, deshalb steht sie hier auch nicht als Grenze.
Bei den Störquellen räumen wir gleich einen verbreiteten Irrtum aus. AVM nennt konkret Mikrowellen, Funklautsprecher und Bluetooth-Geräte, dazu einen Kandidaten, an den niemand denkt: USB-3.0-Geräte stören das 2,4-Gigahertz-Band messbar, weshalb der Hersteller empfiehlt, sie testweise abzuziehen. Ein alter Bekannter aus vielen Ratgebern gehört dagegen nicht auf die Liste: DECT-Telefone funken in Europa bei 1880 bis 1900 Megahertz und damit außerhalb des WLAN-Bandes. Wer sein Telefon verdächtigt, sucht an der falschen Stelle.
Und noch ein Reflex, der Geld kostet, ohne zu helfen: der schnellere Tarif. Ein Abbruch ist ein Funkproblem, kein Bandbreitenproblem, und die Anforderungen der Streamingdienste sind niedriger, als die kursierenden Faustzahlen glauben machen.
Daten & Methodik anzeigen
| Dienst und Auflösung | Mbit/s |
|---|---|
| Prime Video, Standardauflösung | 1 |
| Netflix, HD | 3 |
| Netflix, Full HD | 5 |
| Netflix, 4K | 15 |
| Verbreitete Faustzahl für 4K | 25 |
Grenze: Prime Video nennt für HD 5 Mbit/s und für 4K keinen Wert. Für 4K mit Dolby Vision weist kein Anbieter eine eigene Datenrate aus. Die Werte sind Empfehlungen für einen einzelnen Stream; laufen mehrere Geräte gleichzeitig, addieren sie sich.
Wenn dein Bild also nicht abreißt, sondern ruckelt oder in der Qualität schwankt, ist das ein anderes Thema. Dafür haben wir einen eigenen Ratgeber zu den richtigen Einstellungen bei ruckelnden Bewegtbildern, und wenn stattdessen das HDR-Format fehlt, hilft die Checkliste, wenn Dolby Vision nicht angezeigt wird.
Was 16 dokumentierte Fälle über die Fehlersuche verraten
Für diesen Ratgeber haben wir 16 Diskussionen vollständig gelesen, in denen jemand genau dieses Problem geschildert hat: aus computerbase.de, dem Telekom-Hilfeforum, lg-forum.com, dem IP-Phone-Forum, metzianer.de und der Sony-Community, aus den Jahren 2013 bis 2026. Gezählt wurde je Fall die Ursache, die der Betroffene am Ende selbst als Lösung genannt hat.
Daten & Methodik anzeigen
| Ursache | Fälle |
|---|---|
| Kein Ergebnis oder nur ein Workaround | 5 |
| Sicherheits- oder Funkeinstellung am Router | 3 |
| Firmware-Fehler im Fernseher | 2 |
| Ein anderes Gerät im Netz | 2 |
| Energiesparfunktion des Fernsehers | 1 |
| Router-Firmware | 1 |
| Fehler beim Anbieter | 1 |
| Zu schwacher Empfang, gelöst per Kabel | 1 |
Was diese Zahlen nicht sind: keine Ausfallquote. Foren ziehen ungelöste Fälle an. Verzerrung: 14 der 16 Fälle laufen auf einer FRITZ!Box oder einem Speedport; ein Qualitätsurteil über eine Routerfamilie lässt sich daraus nicht ableiten, dafür fehlt die Vergleichsgröße. Nicht auswertbar: Reddit und die Samsung-Community waren beim Abruf gesperrt.
Fünf der 16 Fälle enden ohne echte Lösung, meist mit einem Workaround wie „einmal am Tag den Stecker ziehen“. In den elf Fällen mit Lösung lag die Ursache achtmal im Netz und dreimal im Fernseher selbst. Noch aufschlussreicher ist aber die Gegenprobe: Wir haben ausgezählt, wie oft die fünf meistgegebenen Ratschläge probiert wurden und wie oft sie tatsächlich geholfen haben.
Daten & Methodik anzeigen
| Maßnahme | Treffer |
|---|---|
| Werksreset des Fernsehers | 0 von 5 |
| Festen WLAN-Kanal eingestellt | 0 von 4 |
| SSIDs getrennt | 1 von 6 |
| Feste IP-Adresse | 1 von 4 |
| Umstellung auf WPA2 | 2 von 6 |
Was diese Zahlen nicht sind: keine Erfolgswahrscheinlichkeit für deinen Fall. Foren ziehen ungelöste Fälle an, und die Fallzahlen sind klein. Die Auswertung zeigt, dass keine dieser Maßnahmen ein zuverlässiger Fix ist, und begründet damit die Diagnose nach Abbruch-Muster statt nach Ursachenliste. Nicht auswertbar: Reddit und die Samsung-Community waren beim Abruf gesperrt und stecken in keiner Zahl.
Das ist der eigentliche Befund dieser Auswertung: Kein einziger Standardtipp ist zuverlässig. Der am häufigsten gegebene Rat, die Netznamen für beide Bänder zu trennen, half in einem von sechs Versuchen. Der feste Funkkanal, ebenfalls ein Klassiker, in keinem von vier. Deshalb steht in diesem Ratgeber das Abbruch-Muster am Anfang und nicht die Maßnahmenliste: Ohne Muster ist jede Maßnahme ein Münzwurf.
Wenn Funk nicht mehr reicht: der Weg über Kabel
Es gibt einen Punkt, an dem weiteres Einstellen sinnlos wird: wenn der Fernseher zu weit vom Router weg steht, hinter einer Wand mit Metallanteil hängt oder das Funknetz im Haus schlicht überlaufen ist. AVM empfiehlt für diesen Fall ausdrücklich einen Mesh-Repeater. Der entscheidende Kniff dabei ist einer, den kaum jemand nutzt: Ein Repeater mit Netzwerkbuchse dient als Brücke. Er steht in Sichtweite des Routers oder auf halbem Weg, und der Fernseher hängt per kurzem Kabel daran. Damit fällt die schwächste Stelle der Kette weg, nämlich der Funkempfänger im Fernseher.
Drei Wege am Funk vorbei
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Der entscheidende Punkt steht in der Produktbeschreibung des Herstellers selbst: Die Netzwerkbuchse ist ausdrücklich für den Aufbau einer Brücke und für Geräte ohne eigene Funkverbindung gedacht. Genau so setzt du ihn ein. Er steht auf halbem Weg zwischen Router und Fernseher, der Fernseher hängt per kurzem Kabel daran, und der schwache Funkempfänger im Fernseher ist aus der Kette raus.
Ein Rezensent beschreibt exakt diesen Einsatz: Er brauche den Repeater nur als Brücke, um dahinter Geräte per Kabel zu betreiben. Mit einer FRITZ!Box ist die Einrichtung ein Knopfdruck, und das Gerät fügt sich automatisch ins Mesh ein.
Vorteile 4
- Netzwerkbuchse ausdrücklich für den Brückenbetrieb vorgesehen
- Einrichtung per Knopfdruck, automatische Mesh-Integration mit einer FRITZ!Box
- Zwei Funkbänder gleichzeitig, brutto bis 2,3 Gigabit pro Sekunde
- Sehr breite Bewertungsbasis über viele Jahre
Nachteile 3
- Ein Rezensent nennt die Ersteinrichtung im Vergleich zu anderen Repeatern desselben Herstellers umständlich
- Vereinzelt Berichte über Ausfälle nach etwa anderthalb Jahren
- Nur Wi-Fi 5, für den Zweck ausreichend, aber kein aktueller Funkstandard
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Powerline schickt die Netzwerkverbindung über die Stromleitung und ist der Ausweg, wenn zwischen Router und Fernseher eine Betondecke oder eine Etage liegt. Ein Adapter kommt an den Router, der zweite neben den Fernseher, dazwischen liegt das Hausnetz. Die Durchgangssteckdose bleibt nutzbar, die Einrichtung ist ein Knopfdruck.
Ehrlich dazu: Die angegebenen Werte sind Bruttowerte, real kommt deutlich weniger an. Für Streaming reicht das trotzdem mit großem Abstand, denn selbst 4K verlangt laut Netflix nur 15 Megabit pro Sekunde. Kritisch wird es, wenn beide Adapter an verschiedenen Stromphasen hängen oder ein Zähler dazwischenliegt.
Vorteile 4
- Überbrückt Decken und Etagen, wo Funk nicht mehr ankommt
- Durchgangssteckdose bleibt nutzbar
- Netzwerkbuchse mit Gigabit an beiden Adaptern
- Einrichtung ohne Konfiguration, per Knopfdruck
Nachteile 3
- Realer Durchsatz liegt deutlich unter dem angegebenen Bruttowert
- Funktioniert nicht über verschiedene Stromphasen oder über einen Zähler hinweg
- Ein Rezensent meldet einen Defekt nach weniger als drei Jahren
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Die unspektakulärste Lösung ist die beste: Ein Kabel kennt keine Kanalwechsel, keine Radarabschaltung, keinen Bandwechsel und keine Nachbar-Netze. Die flache Bauform ist hier der eigentliche Punkt, denn sie lässt sich unter der Fußleiste, unter dem Teppich oder an der Sockelkante verlegen, wo ein rundes Kabel aufträgt.
Zehn Meter reichen in den meisten Wohnzimmern vom Router bis zum Fernseher. Für die Datenraten des Streamings ist die Kabelklasse völlig unkritisch, entscheidend sind Länge und Verlegbarkeit.
Vorteile 4
- Umgeht alle Funkprobleme vollständig
- Flach, unter Fußleiste oder Teppich verlegbar
- Zehn Meter, in den meisten Wohnzimmern ausreichend
- Reserve für alles, was Streaming je brauchen wird
Nachteile 3
- Steif, lässt sich laut Rezensenten nur in zwei Richtungen biegen
- Angaben zur Schirmung sind uneinheitlich beschriftet
- Verlegung braucht etwas Geduld, wenn viele Ecken im Weg sind
Wann es kein Einstellungsproblem mehr ist
Zwei Befunde sprechen dafür, dass der Fernseher selbst das Problem ist. Erstens: Der WLAN-Schalter im Menü steht auf Aus und lässt sich nicht mehr einschalten. Das deutet auf einen Defekt im Funkmodul hin, nicht auf eine Einstellung. Zweitens: Andere Geräte am selben Funknetz laufen tagelang stabil, während nur der Fernseher fliegt, und ein Kabel löst das Problem sofort und dauerhaft.
Bevor du den Service kontaktierst, sichere den Befund: Modellbezeichnung und Firmware-Stand, ein Foto des Netzwerkstatus im Fernsehermenü, die Uhrzeiten der Abbrüche aus dem Router-Protokoll und die Notiz, dass andere Geräte im selben Netz stabil bleiben. Gesetzliche Ansprüche richten sich grundsätzlich gegen den Verkäufer, eine Herstellergarantie nach ihren eigenen Bedingungen. Prüfe außerdem, ob für deinen Fernseher eine neuere Firmware bereitsteht: In zwei der 16 Fälle war ein Herstellerupdate am Ende die Lösung, und beide Betroffenen hatten vorher Wochen mit Router-Einstellungen verloren.
Steht am Ende ein neues Gerät im Raum, lohnt der Blick auf die Netzwerkausstattung: Ein Modell mit Netzwerkbuchse erspart dir das ganze Thema. Unsere Übersicht zu OLED-Fernsehern ordnet die Serien ein, der Vergleich der Mittelklasse-OLEDs zeigt die aktuelle Ausstattung dieser Klasse, und im Vergleich der 65-Zoll-OLEDs stehen die großen Modelle nebeneinander. Wenn dein Gerät nebenbei auffällig warm wird, ordnet der Ratgeber zur heißen Rückseite ein, was normal ist. Und bleibt zusätzlich die Soundbar stumm, steht die Diagnose dafür im Ratgeber zu fehlendem Ton über die Soundbar.
Häufige Fragen
Warum verliert mein Smart-TV ständig die Internetverbindung?
Die drei häufigsten Ursachen sind die Radarabschaltung im 5-Gigahertz-Band, ein Wechsel zwischen den Funkbändern, den ältere Fernseher nur mit kurzer Trennung mitmachen, und die Verschlüsselung im gemischten WPA2-WPA3-Modus. Welche es bei dir ist, verrät das Muster: nachts und alle Geräte gleichzeitig deutet auf Radar, nach jedem Standby auf die Verschlüsselung.
Was bringt es, feste Kanäle im Router einzustellen?
Bei den 5-Gigahertz-Kanälen 36 bis 48 sehr viel, weil dort die Radarpflicht nicht gilt und der Router nie ausweichen muss. Auf den übrigen Kanälen bringt es wenig: In unserer Auswertung hat der feste Kanal in 0 von 4 Versuchen geholfen. Entscheidend ist also nicht der feste Kanal, sondern die Wahl eines Kanals ohne Radarpflicht.
Warum verbindet sich der Fernseher mit dem WLAN, hat aber kein Internet?
Das ist ein anderes Fehlerbild als ein Verbindungsabbruch. Meist hakt es bei der Adressvergabe oder bei der Namensauflösung. Prüfe, ob der Router dem Fernseher eine Adresse zuweist, und trag testweise einen anderen Namensserver ein. Ein Werksreset des Fernsehers hilft hier nicht.
Hilft ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen?
Nach unserer Auswertung nicht: In fünf dokumentierten Versuchen hat es kein einziges Mal geholfen. In den deutschen Handbüchern von LG, Sony und Philips findet sich nicht einmal ein Punkt, der nur das Netzwerk zurücksetzt, du verlierst also Apps und Konten mit. Nur Samsung bietet einen eigenen Netzwerk-Reset an.
Soll ich 2,4 oder 5 Gigahertz für den Fernseher nehmen?
5 Gigahertz, solange der Router in Sichtweite oder eine Wand entfernt steht: mehr Tempo, weniger Nachbarfunk. Steht eine Betondecke dazwischen, ist 2,4 Gigahertz stabiler, weil tiefe Frequenzen Hindernisse besser durchdringen. Bei 5 Gigahertz solltest du dann aber einen Kanal ohne Radarpflicht wählen.
Stört mein DECT-Telefon das WLAN?
Nein. DECT arbeitet in Europa bei 1880 bis 1900 Megahertz und damit außerhalb der WLAN-Bänder. Belegte Störquellen im 2,4-Gigahertz-Band sind Mikrowellen, Funklautsprecher, Bluetooth-Geräte und, weniger bekannt, USB-3.0-Geräte in der Nähe von Router oder Fernseher.
Kann ein Update WLAN-Probleme verursachen?
Ja, in beide Richtungen. In zwei der 16 ausgewerteten Fälle hat erst ein Hersteller-Update das Problem behoben, in anderen Fällen begannen die Abbrüche nach einem Update. Prüfe deshalb immer beide Seiten: den Firmware-Stand des Fernsehers und den des Routers.
Wie viel Bandbreite braucht der Fernseher wirklich?
Netflix nennt in der deutschen Hilfe 3 Mbit/s für HD, 5 für Full HD und 15 für 4K. Die überall zitierten 25 Mbit/s für 4K sind veraltet. Ein schnellerer Tarif löst Verbindungsabbrüche deshalb praktisch nie, weil ein Abbruch kein Bandbreitenproblem ist.
Ist ein LAN-Kabel wirklich die bessere Lösung?
Wenn es sich verlegen lässt, ja: Es umgeht Kanalwechsel, Bandwechsel und Störquellen komplett. Für die üblichen Streaming-Datenraten reicht jede gängige Netzwerkleitung. Ist eine Kabelverlegung unmöglich, ist ein Repeater mit Netzwerkbuchse im Brückenbetrieb der nächstbeste Weg.
Warum fliegt nur der Fernseher raus und das Handy nicht?
Weil moderne Router Geräte zwischen den Funkbändern verschieben und dafür zwei Zusatzstandards voraussetzen, die ältere Fernseher nicht beherrschen. AVM schreibt dazu, dass solche Geräte nur durch eine kurze Trennung der Verbindung umgesteuert werden können. Beim Handy fällt das nicht auf, beim laufenden Film schon.
Fazit: erst das Muster, dann die Maßnahme
Wer bei WLAN-Abbrüchen die Standardliste abarbeitet, hat schlechte Karten: Kein einziger der fünf meistgegebenen Ratschläge kam in unserer Auswertung über eine Trefferquote von einem Drittel. Notiere stattdessen zwei Tage lang, wann es abreißt. Nachts und alle Geräte gleichzeitig führt zur Radarabschaltung und damit zu einem festen Kanal zwischen 36 und 48. Nach jedem Standby führt zur Verschlüsselung und zur Schnellstart-Funktion. Nur beim Streamen führt zum Bandwechsel. Und wenn nichts davon greift, ist das Kabel keine Niederlage, sondern die Abkürzung.