- QNED ist LGs LCD-Linie, OLED leuchtet selbst. Das ist der Technikunterschied, und er ist der kleinere von zweien.
- Der größere Unterschied liegt innerhalb der Linien. Von den drei unabhängig geprüften QNED-Geräten kommt der LG QNED70B auf 641:1 Kontrast, der LG QNED93A auf 15.529:1. Beide heißen QNED.
- Im hellen Wohnzimmer: ein QNED aus der oberen Hälfte, also mit 120 oder 144 Hertz nativ und einem Alpha-8-Prozessor. Er wird heller, und sein Schwarzwert-Nachteil wird vom Raumlicht ohnehin zugedeckt, sobald das Licht an ist.
- Im abgedunkelten Raum: OLED, ohne Diskussion. Denn dort ist der Vorsprung real und sofort sichtbar.
- In der Einstiegsklasse bekommst du für 65 Zoll weder echtes Mini-LED-Dimming noch ein aktuelles OLED-Panel. Dann entscheidet die Diagonale, nicht die Technik.
QNED vs OLED: der Unterschied, den alle nennen, und der, der zählt
Jede Vergleichsseite erklärt dasselbe: OLED-Bildpunkte leuchten selbst und lassen sich einzeln abschalten, deshalb echtes Schwarz. QNED ist ein LCD, bei dem eine Hintergrundbeleuchtung durch eine Flüssigkristallschicht scheint, deshalb kein echtes Schwarz, dafür mehr Helligkeit. Das stimmt zwar, aber es ist die weniger wichtige Hälfte der Antwort.
Denn beide Wörter sind keine Leistungsklassen, sondern Dachmarken. LG hat in Deutschland unter dem Namen QNED im selben Modelljahr ein Gerät ohne jede Helligkeitssteuerung verkauft und eines mit 486 einzeln regelbaren Leuchtfeldern. Unter dem Namen OLED verkauft LG im selben Modelljahr eine Einstiegsserie und eine Spitzenserie, deren Helligkeitsabstand der Hersteller selbst mit bis zu Faktor 3,9 angibt. Wer also fragt, ob QNED oder OLED besser ist, ohne die Serie zu nennen, vergleicht zwei Etiketten.
Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern die Stelle, an der beim Kauf das Geld verloren geht. Ein Gerät der oberen QNED-Hälfte liegt in der Helligkeit vor den OLED-Einstiegsserien, und das ist die Disziplin, die im beleuchteten Raum zählt.
Was QNED 2026 bedeutet: LG hat die Quantum Dots abgeschafft
Der Name QNED steht ursprünglich für Quantum Dot NanoCell, also für zwei Farbschichten übereinander. Für die QNED-evo-Reihen trifft das seit dem Modelljahr 2025 nicht mehr zu. Bei einem Gerät hat ein Labor es selbst festgestellt, bei einem zweiten gibt LG es gegenüber dem Labor an. LG beschreibt die Farblösung der QNED-evo-Reihen auf der deutschen Vergleichsseite OLED gegen QNED als eigene Wide-Colour-Gamut-Technologie und schreibt in derselben Fußnote dann diesen Satz:
„Diese ersetzt Quantum Dots.“
Drei Wörter, die den Markennamen entkernen, versteckt in Fußnote neun. Die neue Lösung heißt Dynamic QNED Color, sie arbeitet nämlich mit fluoreszierenden Leuchtstoffen statt mit Quantenpunkten und wird von LG in zwei Stufen geführt, Dynamic QNED Color und Dynamic QNED Color Pro.
Wichtig ist daran weniger die Chemie als der Zeitpunkt. Wir haben zwölf deutschsprachige Seiten zu dieser Suche geöffnet und gelesen, darunter Hersteller, Händler und Fachmagazine. Das ist keine Rankingerhebung, sondern eine Stichprobe. Von den sechs Seiten, die QNED erklären und nicht von LG selbst stammen, erwähnt keine einzige den Wegfall der Quantum Dots. Vier behaupten weiter die alte Formel, eine davon auf einer Seite mit Aktualisierungsdatum 3. September 2026. Wer also einen 2024er-Restposten gegen ein 2026er-Gerät abwägt, findet unter den zwölf geprüften Seiten keine, die die Kauffrage frontal beantwortet und ihm dabei sagt, dass er zwei verschiedene Farbtechnologien vor sich hat. Genannt wird der Wechsel nur auf LGs eigenen Seiten und in zwei Produktmeldungen von Dezember 2024 und Januar 2025.
Praktisch heißt das: LG gibt für die aktuellen Geräte 100 Prozent Farbvolumen nach DCI-P3 an; in den Labormessungen von Netzwelt erreichte der QNED93A 96 und der QNED70B 94 Prozent des DCI-P3-Raums. Ob sich der Farbumfang gegenüber den Quantum-Dot-Geräten verändert hat, liegt als Messung nicht vor. Sicher ist nur: Der Markenname beschreibt das Gerät nicht mehr, und er taugt damit auch nicht als Kaufkriterium.
Die QNED-Serien entschlüsselt: von null bis 486 Dimming-Zonen
Hier liegt die eigentliche Arbeit dieses Beitrags. Wir haben die QNED-Serien, die in Deutschland verkauft werden, gegen drei Quellenarten gestellt: LGs eigene Produkt- und Pressetexte, die Produktdatenbank von FlatpanelsHD und unabhängige Labormessungen. Das Ergebnis ist dabei unangenehm eindeutig.
LG nennt drei technisch völlig verschiedene Bauarten gleichermaßen „Mini LED“. FlatpanelsHD unterscheidet sie in der eigenen Datenbank sauber: echtes Full-Array-Dimming, randbeleuchtetes Mini-LED und schlichtes Edge-LED. Im Marketing dagegen verschwimmt das zu einem einzigen Wort.
Die drei Geräte, für die unabhängige Messungen vorliegen, zeigen, was das im Gerät bedeutet:
| Serie (DE) | Bauart laut Datenbank | Dimming-Zonen | Kontrast laut Labor | Spitzenhelligkeit laut Labor |
|---|---|---|---|---|
| QNED70B (2026) | Edge-lit miniLED | kein Dimming | 641:1 | 283 cd/m² |
| QNED85A (2025) | Edge LED | 6, spaltenweise | 4.430:1 | 757 cd/m² |
| QNED93A (2025) | echtes Mini-LED-Zonendimming | 486 | 15.529:1 | 1.270 cd/m² |
Kontrast und Helligkeit aller drei Geräte aus den Labormessungen der Testredaktion Netzwelt (QNED70B, QNED85A, QNED93A), die Zonenzahl des QNED85A aus dem Testlabor von rtings.com; Werte für 55 bis 65 Zoll, abgerufen am 21.09.2026.
Das sind alle QNED-Geräte, für die überhaupt eine unabhängige Messung vorliegt. Für die 2026er Serien oberhalb des QNED70B gibt es keine; dort stehen LGs Angabe und die FlatpanelsHD-Datenbank gegeneinander. Die EU-Schwestermodelle QNED86A und QNED87A führt rtings als Varianten desselben Geräts, einzeln nachgeprüft wurden sie nicht, und die 43- und 50-Zoll-Größen weichen in Prozessor und Bildrate ab. Die deutschen Seriennummern weichen von den amerikanischen ab: Was in den USA QNED92A heißt, ist hier der QNED93A.
Der Netzwelt-Befund zum QNED70B ist dabei der deutlichste. LG bewirbt die Reihe wörtlich als Mini-LED-Fernseher, im Labor findet sich ein IPS-Panel mit einfacher Hintergrundbeleuchtung ohne jede Zonensteuerung. Die Redaktion beantwortet die Frage, ob das ein Mini-LED-Gerät sei, so: „Nein, zumindest nicht nach unserem Verständnis.“
Woran du erkennst, was du vor dir hast
Vier Merkmale, die du an jedem Ladenschild und in jeder Produktbeschreibung ablesen kannst, ohne eine Datenbank zu öffnen:
- Die native Bildwiederholrate. Steht dort 60 Hertz, ist das Gerät aus der unteren Hälfte. Das QNED-Gerät, für das Zonendimming unter den geprüften Modellen belegt ist, fährt laut LG 120 und laut rtings 144 Hertz nativ. „Motion Booster 288″ ist eine Rechenfunktion, keine Panelangabe.
- Der Prozessor. Alpha 7 markiert die Einstiegsklasse, Alpha 8 die Mittel- und Oberklasse. Er steht im Datenblatt und bei Amazon meist schon im Produkttitel. Die Generationsziffer dahinter ordnet nicht zuverlässig: Der teurere QNED93B trägt laut LG einen Alpha 8 Gen2, der günstigere QNED82B einen Gen3.
- Das Wörtchen evo sagt nichts über das Backlight. LG führt auch 60-Hertz-Geräte als QNED evo. Wer es liest, hat damit noch keine Zonensteuerung gekauft.
- Precision Dimming Pro. LG grenzt diese Stufe in einer Fußnote ausdrücklich ein: Sie gilt laut dieser Fußnote, die inhaltlich auf Modelljahr 2025 steht, für den QNED93 in 85, 75, 65 und 55 Zoll. Für die 2026er Reihen schreibt LG die Bezeichnung auch in Datenblätter von Serien, die FlatpanelsHD als Edge LED führt. Als Prüfmerkmal trägt sie dort nicht mehr.
Was die QNED-Zonen für das Bild bedeuten
Die Rechnung dahinter ist simpel und trotzdem selten zu lesen. Ein 4K-Panel hat 8.294.400 Bildpunkte. Beim QNED70B teilen sich alle 8,29 Millionen eine einzige Helligkeitsstufe, beim QNED85A sind es 1.382.400 Bildpunkte je Zone, beim QNED93A noch gut 17.000. Ein OLED steuert jeden Bildpunkt einzeln, also einen pro Stufe. Zwischen der schwächsten und der feinsten geprüften QNED-Stufe liegt damit Faktor 486, und erst danach kommt der Sprung zum OLED.
Auch OLED ist keine Klasse: LG selbst nennt Faktor 3,9
Wer jetzt denkt, wenigstens auf der OLED-Seite sei alles eindeutig, irrt allerdings. Über den 2026er Spitzenfernseher G6 gibt LG an, er erreiche im 10-Prozent-Fenster bis zum 3,9-Fachen der Spitzenhelligkeit des eigenen Einstiegsmodells B6. Das ist eine Herstellerangabe, und sie ist gerade deshalb brauchbar, weil LG hier gegen das eigene Einstiegsgerät argumentiert.
Unabhängige Messungen bestätigen die Größenordnung. Dasselbe Labor maß den 2025er Jahrgang im selben 10-Prozent-Fenster: 668 Candela je Quadratmeter beim B5 (Cinema-Modus), 1.180 beim C5 und 2.268 beim G5 (jeweils Filmmaker-Modus). Das ist Faktor 3,4 zwischen Einstieg und Spitze, und zwar innerhalb eines Herstellers und eines Modelljahrs.
Der Grund dafür ist kein Sparzwang bei der Ausstattung, sondern das Panel selbst. Die B-Serie ist kein günstigerer OLED, sondern ein älterer: Sie trägt die Panelgeneration des Vorjahres weiter, während die G-Serie die neue vierschichtige Bauart bekommt. Die C-Serie liegt dazwischen: das neuere Gerät, in den Größen bis 65 Zoll aber weiterhin klassisches WOLED, der Zugewinn kommt dort aus Prozessor und Ansteuerung. Erst die 77- und 83-Zoll-Variante trägt das neue Panel. rtings.com formuliert das für den B5 so knapp, dass es nichts hinzuzufügen gibt: weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahresmodell.
Wo sich QNED und OLED überschneiden
Daten & Methodik anzeigen
| Gerät | cd/m² | Messung |
|---|---|---|
| LG QNED70B (2026) | 283 | Netzwelt, HDR-Maximum |
| LG QNED93A (2025) | 1.270 | Netzwelt, HDR-Maximum |
| LG OLED B5 (2025) | 668 | TechRadar, 10-%-Fenster, Cinema |
| LG OLED G5 (2025) | 2.268 | TechRadar, 10-%-Fenster, Filmmaker |
Darstellung: Skala 250 bis 2.500 cd/m², nicht ab 0 — bei Spannen-Darstellungen zulässig, weil keine gefüllte Fläche eine Nullreferenz behauptet. Einschränkung: Die Messbedingungen der beiden Quellen unterscheiden sich, siehe Fußnote. Stand: 09/2026.
Was die Überlappung für den Kauf heißt
Damit überlappen sich die beiden Spannweiten. Ein QNED93A mit gemessenen 1.270 Candela je Quadratmeter liegt damit über dem OLED B5 mit 668. Ein Vorbehalt gehört dazu: Die QNED-Werte stammen von der deutschen Testredaktion Netzwelt und bezeichnen das HDR-Maximum, die OLED-Werte vom britischen Magazin TechRadar und beziehen sich auf ein 10-Prozent-Fenster im Cinema- beziehungsweise Filmmaker-Modus. Auf die Nachkommastelle sind die beiden Reihen deshalb nicht vergleichbar, auf die Größenordnung schon. Der teurere Technikname allein gewinnt also nicht. Wenn du wissen willst, wo die einzelnen OLED-Serien preislich stehen, hilft unsere Preisklammer für OLED-Fernseher weiter.
Die Lichtprobe: wie hell dein Raum wirklich ist
Sieben der zwölf geprüften Seiten nennen die Raumhelligkeit als das entscheidende Kriterium. Keine einzige beziffert sie. Das ist erstaunlich, denn die Zahlen dafür liegen vor, und eine davon stammt von LG.
Die Probe, für die du nichts brauchst
Schalte deinen jetzigen Fernseher abends zu deiner üblichen Sehzeit komplett aus und setz dich auf deinen Platz. Was du dann siehst, ist der Boden, unter den kein Bildschirm der Welt in diesem Raum kommt: das Licht deiner Lampen und deiner Fenster, vom Panel zurückgeworfen. Ein OLED kann zwar seine Bildpunkte abschalten, die Spiegelung der Stehlampe schaltet er damit aber nicht ab. Siehst du eine deutliche graue Fläche oder dein eigenes Spiegelbild, ist dein Raum zu hell, als dass ein perfekter Schwarzwert sich auszahlen würde.
Was die Rechnung sagt
Für eine Größenordnung reicht dabei eine Zeile Physik. Das von einer Fläche zurückgeworfene Licht ergibt sich aus Reflexionsgrad mal Beleuchtungsstärke geteilt durch Pi. LG lässt den Reflexionsgrad seiner entspiegelten OLED-Bildschirme von Intertek mit unter 1 Prozent bestätigen, ausdrücklich für die Serien M5 in 83, 77 und 65 Zoll sowie G5 in 83, 77, 65 und 55 Zoll und nennt in derselben Fußnote als typische Innenbeleuchtung 200 bis 500 Lux. Setzt man beides ein, liegen auf dem Bildschirm allein durch Raumlicht rund 0,64 bis 1,59 Candela je Quadratmeter.
Dem stehen die rechnerischen Schwarzwerte der QNED-Geräte gegenüber, die sich aus Spitzenhelligkeit geteilt durch Kontrast ergeben. Daraus lässt sich ausrechnen, ab welcher Raumhelligkeit das zurückgeworfene Licht den Eigen-Schwarzwert des LCD überholt:
| Gerät | rechnerischer Schwarzwert | Raumlicht überholt ihn ab etwa |
|---|---|---|
| LG QNED93A | 0,08 cd/m² | 26 Lux |
| LG QNED85A | 0,17 cd/m² | 54 Lux |
| LG QNED70B | 0,44 cd/m² | 139 Lux |
Zur Einordnung: Für die Grundbeleuchtung eines Wohnzimmers werden mit Verweis auf DIN 5035 rund 100 Lux genannt, für Lesebereiche 300 bis 500 (Lux-Tabelle für Innenräume). Zwei der drei Schwellen liegen darunter. Nur der QNED70B kommt mit 139 Lux darüber hinaus, und auch er bleibt weit unter den 200 bis 500 Lux, die LG selbst als typische Innenbeleuchtung ansetzt.
Was die Rechnung für QNED und OLED bedeutet
Daten & Methodik anzeigen
| Gerät | Schwarzwert | Schwelle |
|---|---|---|
| LG QNED93A | 0,08 cd/m² | 26 Lux |
| LG QNED85A | 0,17 cd/m² | 54 Lux |
| LG QNED70B | 0,44 cd/m² | 139 Lux |
Eingangswerte (alle vier Zahlen aus den Labormessungen von Netzwelt am selben Gerät, Spitzenhelligkeit als HDR-Maximum, Kontrast als eigene Messzeile): QNED93A 1.270 cd/m² bei 15.529:1, QNED85A 757 cd/m² bei 4.430:1, QNED70B 283 cd/m² bei 641:1. Rechenweg: Schwarzwert = Spitzenhelligkeit ÷ Kontrast. Schwelle = Schwarzwert × π ÷ Reflexionsgrad, gerechnet mit 1 %. Einschränkungen: Maßgeblich ist die senkrechte Beleuchtungsstärke an der Bildschirmfläche, nicht die Raumbeleuchtung an der Decke. Der eingesetzte Reflexionsgrad stammt von entspiegelten OLED-Bildschirmen und ist für glänzende LCD-Panels zu günstig, die Schwellen sind deshalb Obergrenzen. Stand: 09/2026.
Was vom Schwarzwert-Vorsprung übrig bleibt
Der Effekt auf den Vergleich ist erheblich. Im abgedunkelten Raum steht der OLED praktisch bei null und der QNED93A bei 0,08, der Abstand lässt sich dort nicht sinnvoll als Faktor ausdrücken. Bei 200 Lux stehen beide bei rund 0,64 gegen 0,72 Candela je Quadratmeter, der Unterschied schrumpft auf rund 13 Prozent. Bei 500 Lux sind es fünf Prozent.
Fünf Grenzen dieser Rechnung gehören dazu, sonst ist sie unehrlich. Erstens ist sie eine Überschlagsrechnung, keine Messung: Der Intertek-Wert enthält den Spiegelanteil, die Formel unterstellt gleichmäßige Streuung. Zweitens veröffentlicht LG für die QNED-Geräte gar keinen Reflexionsgrad. Gerechnet ist deshalb mit dem Wert der entspiegelten OLED-Serien M5 und G5, und weil QNED-Panels glänzen und mehr Licht zurückwerfen, sind die Schwellen oben Obergrenzen: In der Praxis fallen sie niedriger aus. Drittens gilt derselbe Vorbehalt für den Schrumpfvergleich im Absatz davor, er unterstellt beiden Bildschirmen dieselbe Spiegelung und rechnet damit zugunsten des QNED. Viertens zählt die senkrechte Beleuchtungsstärke an der Bildschirmfläche, nicht die Deckenlampe über dem Esstisch. Wer es genau wissen will, misst sie. Und fünftens ist der rechnerische Schwarzwert ein Bestfall: Bei einem Gerät mit Zonendimming gilt er für ein dunkles Bild, neben hellen Bildinhalten liegt er höher.
Misst die Beleuchtungsstärke an der Bildschirmfläche und macht aus der Raumfrage eine Zahl.
- Messbereich bis 200.000 Lux, für Wohnräume weit ausreichend
- Drehbarer Sensor, damit misst du senkrecht zur Bildschirmfläche
- Über 2.900 Käuferbewertungen bei 4,5 Sternen
- Für eine einmalige Kaufentscheidung ist ein Messgerät viel Aufwand
- Ohne Kalibrierzertifikat, die Werte sind Richtwerte
Was dabei nicht schrumpft, ist der Helligkeitsvorsprung. Ein Gerät, das 1.270 Candela schafft, setzt sich gegen Tageslicht durch, eines mit 283 nicht. Deshalb ist die Empfehlung für helle Räume kein Kompromiss, sondern die sachlich richtige Wahl. Ein Vorbehalt bleibt: Für die 2026er QNED-Serien oberhalb des QNED70B gibt es bislang keine unabhängige Messung, die Zahlen oben stammen vom QNED93A aus dem Modelljahr 2025. Auch die native Bildrate steht dort nur als Hersteller- und Datenbankangabe fest. Welche Geräte dafür sonst noch infrage kommen, steht im Vergleich der Fernseher für helle Räume.
Die häufigsten Fehler beim Vergleich QNED gegen OLED
QNED spiegelt weniger, weil er heller ist. Sinngemäß steht das auf einer der aktuellsten deutschen Händlerseiten, im Wortlaut: „Durch die hohe Helligkeit eines QNED Fernsehers hast du weniger Probleme mit Reflexionen.“ Das verwechselt zwei Dinge. Denn wie viel Licht ein Bildschirm zurückwirft, hängt an seiner Oberfläche und nicht an seiner Leuchtkraft. rtings beschreibt ausgerechnet den QNED85A als glänzendes Panel, das direkte Lichtquellen kaum abschwächt. Und den bestätigten Reflexionsgrad unter 1 Prozent führt LG für zwei OLED-Serien. Helligkeit überstrahlt eine Spiegelung, sie verhindert sie nicht.
Ein QNED hat Quantum Dots. In den evo-Reihen seit Modelljahr 2025 nicht mehr, siehe oben. Bei Restposten von 2023 und 2024 stimmt es noch; für die 2025er Reihen ohne evo liegt kein Beleg in die eine oder andere Richtung vor.
Das Spitzenmodell testen und über die Marke urteilen. Der genannte Händlerratgeber vergleicht den QNED93 gegen einen OLED C5 und überschreibt das Ergebnis mit QNED gegen OLED. Das Ergebnis gilt dann für ein Gerät, das ein Vielfaches des QNED kostet, den die meisten Leser im Warenkorb haben.
Zwei Fehler, die im Laden passieren
Die Sitzposition vergessen. VA-basierte LCD-Panels, dazu gehört der geprüfte QNED93A und nach der Einordnung von rtings auch der QNED85A, verlieren zur Seite hin Farbe und Kontrast, OLED kaum. Das IPS-Panel des QNED70B ist hier stabiler, dafür kontrastschwächer. Bei einem Zweisitzer mittig vor dem Fernseher spielt das keine Rolle. Bei einer breiten Sitzgruppe dagegen, bei der zwei Plätze schräg stehen, schon. Das ist der eine Punkt, an dem OLED auch im hellen Raum gewinnt.
Die Bildquelle unterschätzen. Ein stark komprimierter Streaming-Kanal sieht auf einem besseren Panel nicht besser aus, sondern sichtbarer schlecht. Wer überwiegend lineares Fernsehen schaut, holt aus der Technikfrage weniger heraus als aus einer größeren Diagonale. Am Schreibtisch kippt die Rechnung übrigens: Dort sitzt du so nah, dass die Zonenzahl wieder zählt, wie der Vergleich der Mini-LED-Monitore zeigt. Wie sich dieselbe Frage bei Samsung stellt, steht im Beitrag Crystal UHD oder QLED; die Markenfrage dahinter behandeln wir unter Hisense oder TCL.
Einbrennen: was belegt ist, was nicht, und was in der Garantie steht
Das Thema wird auf vier der zehn zuerst geprüften Seiten behandelt, durchweg entwarnend und durchweg ohne Zahlen. Die belegbare Lage ist jedoch differenzierter.
LG selbst warnt. Im deutschen Benutzerhandbuch steht seit Jahren fast unverändert:
„Aufgrund der Natur des organischen Materials, das zur Erzeugung hochauflösender Bilder verwendet wird, besteht bei OLED TVs die Möglichkeit des Auftretens von Nachleuchten bzw. Geisterbildern (Image Retention), was ein dauerhaftes Phänomen sein kann. Dieses Phänomen kann bei allen OLED-Displays auftreten und obwohl die empfohlenen Bildmodi das Risiko des Auftretens von permanentem Nachleuchten minimieren können, lässt sich mit dem aktuellen Stand der Technik ein Restrisiko nicht völlig ausschließen.“
LG nennt in demselben Kapitel auch, was das Risiko erhöht: schwarze Balken oben und unten, Bildformate 4:3 und 21:9, dauerhaft eingeblendete Sender- und Konsolenlogos sowie stehende Menüs von Set-Top-Boxen.
Die Langzeituntersuchung gibt beiden Seiten recht. Das amerikanische Testmagazin rtings.com hat im März 2026 einen Dauertest über rund drei Jahre und mehr als 10.000 Betriebsstunden abgeschlossen. Das war ein beschleunigter Stresstest mit dauerhaft statischem Inhalt bei hoher Helligkeit, kein Abbild normalen Fernsehens. Unter diesen Bedingungen zeigten alle geprüften OLED dauerhaftes Einbrennen. Gleichzeitig zeigten 64 Prozent der randbeleuchteten LCD schwere Uniformitätsprobleme gegen 20 Prozent der Full-Array-Geräte, und unter den Rückläufern mit Hintergrundbeleuchtungsschaden findet sich auch ein LG QNED aus dem Jahr 2022. „OLED geht kaputt, LCD nicht“ ist also nicht die Lehre daraus. In einer älteren, alltagsnäheren Reihe mit Geräten von 2017 erwartete dieselbe Redaktion bei wechselndem Programm keine Einbrennprobleme.
Was in der Garantie steht
Drei Dinge, die häufig falsch zitiert werden. Erstens: Die oft genannte 24-monatige Burn-in-Garantie hat LG in Deutschland für Monitore kommuniziert. Eine gleichlautende Zusage für Fernseher ließ sich nicht finden. Zweitens: Die „fünf Jahre auf das Panel“ sind 24 Monate Vollgarantie plus 36 Monate Garantie ausschließlich auf das Ersatzteil, ausdrücklich ohne Transport-, Ein- und Ausbaukosten. LG zählt dafür auf seiner Garantieseite (Stand 21.09.2026) namentlich die Serien G2 bis G5, M3 bis M5 sowie Z2 und Z3 auf; die Serien des Modelljahrs 2026 stehen dort noch nicht, die B- und C-Serien gar nicht. Drittens: In den allgemeinen deutschen Garantiebedingungen kommt der Begriff Einbrennen überhaupt nicht vor. Damit ist er bei Fernsehern weder ausgeschlossen noch zugesagt. In einer älteren, TV-spezifischen LG-Garantieurkunde von 2018 stand ein solcher Ausschluss dagegen ausdrücklich.
Was du praktisch tun kannst, wenn es ein OLED wird: die Logo-Dimmung im Menü „Einstellung der Helligkeit des Logos“ auf „Hoch“ stellen, damit das Gerät stehende Logos stärker absenkt, die Pixelhelligkeit im Dauerbetrieb reduzieren und Menüs von Zuspielern ausblenden lassen. Dazu ein Detail aus dem Handbuch: Die Pixelreinigung läuft nur, wenn das Gerät am Netz hängt. Wer seinen Fernseher über eine abschaltbare Steckdosenleiste vom Strom trennt, schaltet damit auch die Pixelreinigung ab, denn sie ist laut Handbuch auf Netzstrom angewiesen.
Wann sich was lohnt: vier Räume, vier Antworten
Wohnzimmer mit großem Fenster, Sport und Nachrichten am Tag. Ein QNED aus der oberen Hälfte, also eines mit 120 oder 144 Hertz nativ und Alpha-8-Prozessor. Die Helligkeit ist hier nämlich das Kriterium, das du jeden Tag siehst, während der Schwarzwert das ist, was das Raumlicht ohnehin zudeckt.
Abends Filme, Rollo unten, wenig Restlicht. OLED, und zwar mindestens aus der C-Serie. Unter etwa 26 Lux Restlicht, das ist die Schwelle gegenüber dem stärksten gemessenen QNED, spielt der Schwarzwert seinen Vorteil voll aus, und genau dann ist er auch den Aufpreis wert.
Heller Raum, aber der Anspruch bleibt. Es gibt einen dritten Weg, den kaum jemand nennt: einen entspiegelten OLED der G-Serie. Für den G5 in 83, 77, 65 und 55 Zoll lässt LG den Reflexionsgrad unter 1 Prozent bestätigen; für den 2026er G6 steht diese Bestätigung nicht in der Fußnote. Dasselbe gilt für die verlängerte Panel-Garantie: LG nennt dort namentlich G2 bis G5, das Modell G6 fehlt bislang.
Große Diagonale, begrenztes Budget. Dann gewinnt der Zoll, denn die Diagonale verändert auf dem Sofa mehr als jede Panel-Technik. Wenn außerdem die Bedienung zählt, lohnt vorher ein Blick auf die Fernseher für Senioren, denn dort entscheidet die Fernbedienung mehr als das Panel. Ein 75-Zoll-Gerät der QNED-Einstiegsklasse liefert mehr Kinogefühl als ein 55-Zoll-OLED, solange du weißt, was du nicht bekommst: kein echtes Zonendimming, 60 Hertz nativ, schwacher Kontrast. Für Filmabende im Dunkeln ist das die falsche Wahl, für Familienfernsehen am Nachmittag eine sehr vernünftige.
Wenn dein Raum eigentlich nach OLED verlangt, aber zu hell dafür ist, ist die Verdunkelung oft die günstigere Antwort als der teurere Fernseher: Ein blickdichtes Rollo oder ein Thermovorhang bringt ein Wohnzimmer am Abend verlässlich unter die kritische Schwelle.
* Affiliate-Links – Preis und Verfügbarkeit können sich ändern.
Welcher Fernseher passt zu deinem Raum? Empfehlungen nach Einsatzzweck
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Das ist die Stufe, ab der ein QNED die Merkmale mitbringt, um die es in diesem Ratgeber geht: bis zu 144 Hertz laut LG und FlatpanelsHD, Alpha-8-Prozessor der dritten Generation und Dynamic QNED Color Pro. Die 60-Hertz-Serien darunter haben die ersten beiden Merkmale nicht.
Ehrlich dazugehört: Für die 2026er Serien oberhalb des QNED70B gibt es bislang keine unabhängige Labormessung. LG führt die Reihe als Mini LED, die Produktdatenbank von FlatpanelsHD führt die gleiche Zeile als Edge LED. Die obere Dimming-Stufe, Precision Dimming Pro, nennt LG in einer Fußnote zum Modelljahr 2025 nur für die QNED93-Reihe, und die ist bei Amazon derzeit nicht lieferbar.
Vorteile 4
- Bis zu 144 Hertz laut LG und FlatpanelsHD
- Alpha 8 Gen3 Prozessor, die Stufe über der Einstiegsklasse
- Dynamic QNED Color Pro, LGs obere Farbstufe
- In 55, 65, 75 und 85 Zoll erhältlich
Nachteile 3
- Backlight-Bauart zwischen LG und FlatpanelsHD-Datenbank widersprüchlich
- Precision Dimming Pro nennt LG nur für die QNED93-Reihe (Stand der Fußnote: Modelljahr 2025)
- Erst zwölf Käuferbewertungen, die Erfahrungsbasis ist dünn
LG OLED65C6ELB OLED evo, 65 Zoll
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Die C-Serie ist der Punkt, an dem OLED für die meisten Haushalte anfängt Sinn zu ergeben. Sie ist das neuere Gerät, nutzt in den Größen bis 65 Zoll aber weiterhin klassisches WOLED; das vierschichtige Tandem-Panel tragen erst die 77- und 83-Zoll-Variante und die G-Serie. Der Zugewinn kommt hier aus Prozessor und Ansteuerung. TechRadar ermittelte für den C6 1.438 Candela je Quadratmeter im 10-Prozent-Fenster im Filmmaker-Modus, gegenüber 835 beim B6 aus demselben Labor und Modus.
Im abgedunkelten Raum spielt dieses Gerät den Vorteil aus, um den es bei OLED überhaupt geht. Im hellen Wohnzimmer verschenkt es ihn, weil die Oberfläche der C-Serie glänzt und LG für sie keinen Reflexionsgrad angibt.
Vorteile 4
- Deutlich heller als die B-Serie desselben Modelljahrs
- 1.438 cd/m² im 10-Prozent-Fenster, Filmmaker-Modus (TechRadar)
- 165 Hertz nativ, Alpha 11 Gen3 Prozessor
- Dolby Vision, das Samsung-OLEDs nicht bieten
Nachteile 3
- Glänzende Oberfläche, LG nennt für die C-Serie keinen Reflexionsgrad
- Verlängerte Panel-Garantie nennt LG namentlich für G2 bis G5, M3 bis M5 sowie Z2 und Z3, nicht für die C-Serie
- Statische Logos und Spiel-HUDs bleiben ein Restrisiko
LG OLED65G59LS OLED evo G5, 65 Zoll
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1.569,00 €
LG OLED65G59LS OLED evo G5, 65 Zoll
Die G-Serie ist der dritte Weg, den in den gängigen Vergleichen kaum jemand nennt. LG lässt ausgerechnet für diese Baureihe (und die M-Serie) von Intertek einen Reflexionsgrad unter einem Prozent bestätigen, ermittelt als SCI-Wert bei 550 Nanometern. Genau daran hängt, ob sich ein OLED in einem beleuchteten Raum lohnt.
Dazu kommt das vierschichtige Primary-RGB-Tandem-Panel: unabhängig gemessene 2.268 Candela je Quadratmeter im 10-Prozent-Fenster, mehr als das Dreifache der Einstiegsserie. Und es ist die Serie, die in LGs verlängerter Panel-Garantie überhaupt genannt wird.
Vorteile 4
- Reflexionsgrad unter 1 Prozent, von Intertek bestätigt (G5 in 83, 77, 65 und 55 Zoll)
- 2.268 cd/m² im 10-Prozent-Fenster (TechRadar)
- Vierschichtiges Primary-RGB-Tandem-Panel statt klassischem Einschicht-WOLED
- In LGs verlängerter Panel-Garantie namentlich genannt (G2 bis G5)
Nachteile 3
- Modelljahr 2025, der Nachfolger steht bereits im Handel
- Die verlängerte Garantie deckt nur das Ersatzteil, nicht Transport und Einbau
- Wandnahes Design, der passende Standfuß ist nicht bei jeder Variante dabei
LG 75QNED82A6B QNED, 75 Zoll
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LG 75QNED82A6B QNED, 75 Zoll
Dieses Gerät steht hier nicht, weil es das bessere Bild hätte, sondern weil 75 Zoll auf dem Sofa mehr verändern als jede Panel-Technik. Für Familienfernsehen am Nachmittag, Sportübertragungen und Streaming nebenbei ist das die rationalere Entscheidung.
Was du dafür nicht bekommst, steht sauber in den Daten: Die Serie wird in der FlatpanelsHD-Datenbank als Edge LED geführt, sie läuft mit 60 Hertz nativ und trägt den kleineren Alpha-7-Prozessor. Für Filmabende im Dunkeln ist das die falsche Wahl.
Vorteile 4
- 75 Zoll Diagonale in der Einstiegsklasse
- Dynamic QNED Color, LGs untere Farbstufe
- Über 200 Käuferbewertungen, für ein aktuelles Modell viel
- webOS 25 als Betriebssystem
Nachteile 3
- Nur 60 Hertz nativ, für schnelle Spiele zu wenig
- In der FlatpanelsHD-Datenbank als Edge LED geführt
- Alpha 7 Gen8, die kleinere Prozessorstufe
Häufige Fragen zu QNED und OLED
Ist QNED besser als OLED?
Das kommt auf die Serie und den Raum an. Ein QNED der oberen Hälfte kam bei einer deutschen Testredaktion auf 1.270 Candela je Quadratmeter und liegt damit über der OLED-Einstiegsserie mit 668. Die beiden Werte stammen aus verschiedenen Laboren und Messverfahren, vergleichbar ist die Größenordnung, nicht die einzelne Zahl. Beim Schwarzwert gewinnt jeder OLED, aber dieser Vorteil ist nur im abgedunkelten Raum sichtbar.
Hat ein QNED-Fernseher noch Quantum Dots?
In den QNED-evo-Reihen seit dem Modelljahr 2025 nicht mehr. LG schreibt in einer Fußnote der eigenen deutschen Vergleichsseite, die neue Farbtechnologie ersetze Quantum Dots. Geräte aus 2023 und 2024 haben sie noch. LG gibt für die aktuellen Geräte 100 Prozent Farbvolumen nach DCI-P3 an; in den Labormessungen von Netzwelt waren es 94 bis 96 Prozent des DCI-P3-Raums.
Welche QNED-Serie hat echtes Mini-LED-Dimming?
Belegt ist es für den QNED93A: Die Testredaktion Netzwelt zählte dort 486 Dimming-Zonen. Beim QNED85A zählte rtings.com sechs Zonen, beim QNED70B fand Netzwelt gar keine, obwohl LG beide Reihen als Mini LED bewirbt. Die Prüfmerkmale sind 120 oder 144 Hertz nativ und ein Alpha-8-Prozessor.
Brennt ein OLED-Fernseher wirklich ein?
LG selbst schreibt im deutschen Handbuch, ein Restrisiko lasse sich mit dem aktuellen Stand der Technik nicht völlig ausschließen. Das Testmagazin rtings.com fand in einem dreijährigen Stresstest mit dauerhaft statischem Inhalt bei allen geprüften OLED-Geräten Spuren. In einer älteren, alltagsnäheren Reihe mit Geräten von 2017 erwartete dieselbe Redaktion bei wechselndem Programm keine Einbrennprobleme.
Lohnt sich OLED im hellen Wohnzimmer?
Nur mit einer entspiegelten Serie. LG bestätigt einen Reflexionsgrad unter einem Prozent ausdrücklich nur für die OLED-Serien M5 und G5; für die häufiger gekauften C- und B-Serien nennt LG keinen Wert, und deren Oberfläche glänzt. Je mehr ein Bildschirm zurückwirft, desto früher deckt das Raumlicht den Schwarzwert-Vorteil zu.
Gibt es einen Fernseher-Test der Stiftung Warentest?
Ja, allerdings keinen eigenen Vergleich QNED gegen OLED, sondern eine laufend gepflegte Datenbank. Stand 21. August 2026 enthält sie 269 Fernseher, davon 235 lieferbar; im August kamen 21 Geräte von Hisense, LG, Samsung und TCL dazu. Die Technikfrage nimmt sie einem nicht ab.
Fazit: QNED oder OLED ist die falsche Frage
Die Technikfrage ist zwar schnell beantwortet, sie bringt dich aber nicht weiter: OLED hat das bessere Schwarz, QNED die höhere Helligkeit. Entscheidend ist deshalb die Stufe. Zwischen den äußersten der drei geprüften QNED-Geräte liegt beim Kontrast der Faktor 24, zwischen Einstiegs- und Spitzenserie der OLED-Familie beim Spitzenlicht der Faktor 3,4, und LG selbst spricht für das Modelljahr 2026 von bis zu 3,9. Die Spannweiten überlappen sich so weit, dass ein guter QNED einen schwachen OLED in der Helligkeit schlägt.
Wer statt einer Technikentscheidung eine Gesamtnote sucht: Die Stiftung Warentest führt keinen eigenen Vergleich QNED gegen OLED, sondern eine laufend gepflegte Datenbank, Stand 21. August 2026 mit 269 Fernsehern, davon 235 lieferbar.
Deshalb lautet die praktikable Reihenfolge: erst den Raum messen oder wenigstens den ausgeschalteten Bildschirm ansehen, dann das Budget auf eine Serie festlegen, und erst dann über die Technik reden. Wer abends im Dunkeln Filme schaut, kauft OLED und wird es nicht bereuen. Wer tagsüber Sport schaut, kauft einen hellen QNED aus der oberen Hälfte und spart dabei Geld. Und wer in der Einstiegsklasse bleiben muss, bekommt von beiden Technologien vor allem den Namen.