Das Wichtigste in Kürze
Als Roborock Reinigungsmittel Alternative eignet sich jedes schaumarme, pH-neutrale und säurefreie Konzentrat, stark verdünnt und sparsam dosiert. Der Hersteller selbst gibt für seine eigene Lösung ein Verhältnis von 1:300 vor. Klares oder destilliertes Wasser genügt in vielen Haushalten sogar ganz ohne Zusatz. Finger weg von Spülmittel, Essig, Zitronensäure und schäumenden Allzweckreinigern: Sie greifen Dichtungen an, verstopfen Düsen und können die Garantie kosten.
Darf überhaupt ein anderes Mittel als das Original in den Roborock?
Kurz gesagt: technisch ja, offiziell nur eingeschränkt. Roborock schreibt im Support-Center klar, dass in den Frischwassertank ausschließlich die eigene Reinigungslösung gehört, verdünnt im Verhältnis 1:300. Der Grund ist kein Verkaufstrick, sondern Physik: Fremde Reiniger können Blasen bilden, die den Filter blockieren und die Wasserförderung stören, und abweichende Rezepturen können Korrosion oder Schäden am Tank verursachen. Das ist die Herstellerlinie, und sie ist der ehrliche Ausgangspunkt für jede Alternative.
In der Praxis nutzen trotzdem viele Besitzer seit Jahren Fremdkonzentrate, ohne dass etwas passiert. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Marke, sondern in drei Eigenschaften. Ein geeignetes Mittel ist schaumarm, es ist pH-neutral und es ist frei von Säuren und Alkohol. Schaumarm heißt, dass das Mittel im Tank und in der Pumpe keine Blasenberge bildet, die Luft ansaugen. pH-neutral bedeutet einen Säuregrad nahe dem von reinem Wasser, der Gummidichtungen und Metallteile schont. Wer diese drei Punkte einhält, bewegt sich in dem schmalen Korridor, in dem eine Alternative den Roboter nicht gefährdet.
Und die Garantie? Roborock kann sie bei einem nachweisbaren Schaden durch ein ungeeignetes Mittel verweigern. Bei einem milden, schaumarmen Konzentrat ist so ein Nachweis in der Praxis schwer zu führen, weil das Mittel keine typischen Spuren hinterlässt. Bei Säuren oder schäumenden Reinigern sieht das anders aus: Sie erzeugen zuordenbare Schäden an Dichtungen und Pumpe, und genau die lassen sich später belegen. Die ehrliche Regel lautet deshalb nicht „erlaubt oder verboten“, sondern „risikoarm oder risikoreich“.
Entscheidungshilfe
Was darf in den Frischwassertank des Wischroboters?
| Mittel | Bewertung | Warum |
|---|---|---|
| Klares / destilliertes Wasser | unbedenklich | schont alles, kein Schaum, kein Rückstand; destilliert beugt Kalk in den Düsen vor |
| Original-Lösung des Herstellers | unbedenklich | vom Hersteller freigegeben, Verdünnung 1:300, schaumarm und rückstandsfrei ausgelegt |
| Schaumarmes Neutral-Konzentrat | mit Vorbehalt | funktioniert bei korrekter, starker Verdünnung; formal außerhalb der Freigabe, daher Restrisiko |
| Spülmittel / schäumender Allzweckreiniger | nicht geeignet | schäumt stark, Pumpe zieht Luft, Wischfunktion setzt aus, Rückstände auf dem Boden |
| Essig / Zitronensäure | nicht geeignet | greift Gummidichtungen, Kunststoff und Aluminium an; Garantierisiko |
| Desinfektions- oder Bleichmittel | nicht geeignet | aggressiv gegenüber Dichtungen und Sensoren, keinerlei Herstellerfreigabe |
Diese Ampel ist die kürzeste ehrliche Antwort auf die häufigste Frage. Alles im grünen Bereich kannst du bedenkenlos nutzen, der gelbe Bereich funktioniert bei sauberer Dosierung, und der rote Bereich verursacht genau die Schäden, wegen denen Foren voll sind. Die Details zu jedem Punkt bekommst du in den folgenden Abschnitten.
Wenn es kein Selbermischen sein soll, greifst du am einfachsten zu einem schaumarmen Konzentrat, das ausdrücklich für Wisch- und Saugroboter gemacht ist. Welche Modelle sich überhaupt lohnen, zeigt unser Vergleich der Saugroboter. Solche Mittel sind auf niedrige Schaumbildung und eine neutrale Rezeptur ausgelegt, genau das, was Pumpe und Düsen brauchen. Worauf es bei der Auswahl im Detail ankommt, steht direkt unter den Empfehlungen.
Fertige Alternativen im Überblick unsere Empfehlungen nach Einsatz
BiOHY Bodenreiniger für Wischroboter
ab
12,03 €
BiOHY Bodenreiniger für Wischroboter
Der BiOHY Bodenreiniger für Wischroboter ist unsere Empfehlung für alle, die ein schaumarmes, sehr ergiebiges Konzentrat mit breiter Erfahrungsbasis wollen. Mit über 16.000 Bewertungen ist es das am häufigsten bewertete Mittel im Feld, und die hohe Verdünnung von 1:200 senkt die Kosten pro Wischgang deutlich.
Die vegane, mikroplastikfreie Rezeptur ist als streifenfrei und schaumarm ausgelegt, was zur Grundregel für Wischroboter passt. Für versiegelte Böden wie Fliesen, Laminat und Parkett ist es die naheliegende erste Wahl.
Vorteile 4
- Riesige Erfahrungsbasis mit über 16.000 Bewertungen
- Sehr hohe Verdünnung 1:200, dadurch niedrige Kosten pro Wischgang
- Als schaumarm formuliert, passt zum Frischwassertank
- Vegan, mikroplastikfrei, für Fliesen, Laminat, Parkett und PVC
Nachteile 2
- Duftvarianten nicht jedermanns Sache
- Nicht für unversiegelte oder geölte Böden gedacht
GRASHÜPFER Öko Bodenreiniger für Wischroboter
ab
16,99 €
GRASHÜPFER Öko Bodenreiniger für Wischroboter
Der GRASHÜPFER Öko Bodenreiniger ist unsere Empfehlung für alle, die Wert auf eine betont ökologische Formel und einen dezenten Duft legen. Das Konzentrat ist biologisch abbaubar, vegan und soll die Wiederanschmutzung des Bodens verringern, sodass er länger sauber wirkt.
Mit über 600 Bewertungen steht es auf einer soliden Erfahrungsbasis. Wer den tropischen Fruchtduft mag, macht wenig falsch. Die Verdünnung bis 1:100 ist etwas weniger ergiebig als bei einem 1:200-Konzentrat.
Vorteile 4
- Biologisch abbaubar, vegan, farbstofffrei
- Milder Duft nach tropischen Früchten, streifenfrei
- Rezeptur soll die Wiederanschmutzung verringern
- Für Roborock, Dreame, Ecovacs und weitere ausgelegt
Nachteile 2
- Verdünnung bis 1:100 weniger ergiebig als ein 1:200-Konzentrat
- Duft ist Geschmackssache
BIOLAB Bio Reinigungsmittel für Wischroboter
ab
32,90 €
BIOLAB Bio Reinigungsmittel für Wischroboter
Das BIOLAB Bio Reinigungsmittel für Wischroboter ist unsere Empfehlung, wenn du ein ausdrücklich für Roborock, Ecovacs und iRobot ausgewiesenes Bio-Set willst. Die Tenside sind biologisch abbaubar, die Rezeptur ist farbstofffrei, und der Doppelpack hält lange.
Der Kompromiss steckt in der Verdünnung: Mit 1:20 brauchst du deutlich mehr Konzentrat je Tankfüllung als bei einem Hochkonzentrat, die Kosten pro Wischgang liegen also spürbar höher. Beobachte beim ersten Einsatz das Schaumverhalten in deiner Station.
Vorteile 4
- Ausdrücklich für Roborock, Ecovacs und iRobot ausgewiesen
- Biologisch abbaubare Tenside, farbstofffrei
- Doppelpack, hält lange
- Climate Pledge Friendly
Nachteile 2
- Geringere Verdünnung 1:20, dadurch höhere Kosten pro Wischgang
- Schaumverhalten je nach Station vor dem Dauereinsatz beobachten
Alle drei Kandidaten sind biologisch abbaubar und schaumarm formuliert. Der wichtigste Unterschied steckt in der Verdünnung: Ein Hochkonzentrat, das du im Verhältnis 1:200 mischst, reicht viel weiter als ein Mittel, das nur 1:20 verdünnt wird. Warum das direkt auf deine Kosten durchschlägt, rechnen wir dir weiter unten vor. Wer maximale Ergiebigkeit will, fährt mit dem am stärksten verdünnbaren Konzentrat am günstigsten, wer eine breite Erfahrungsbasis schätzt, wählt das am häufigsten bewertete Mittel.
Reinigungsmittel für den Wischroboter selbst machen: was wirklich geht
Die ehrlichste Alternative kostet fast nichts: klares Wasser. Viele Hersteller empfehlen für den reinen Wischbetrieb ausschließlich sauberes Leitungs- oder besser destilliertes Wasser, weil das kalkfrei durch die feinen Düsen läuft. Für normal verschmutzte Böden reicht das oft völlig aus. Willst du etwas Reinigungskraft zugeben, nimm eine winzige Menge eines neutralen, schaumarmen Reinigers und löse ihn vollständig im Wasser auf, bevor du den Tank füllst. Mehr braucht es nicht, und mehr schadet sogar.

Leitungswasser, destilliertes Wasser oder Kondensat?
Ob du klares Leitungswasser nehmen kannst, hängt an deinem Kalkgehalt. In weichen Regionen bis etwa 8,4 Grad deutscher Härte reicht Leitungswasser problemlos. In harten Gegenden ab rund 14 Grad Härte lagert sich der Kalk mit der Zeit in den feinen Düsen und Ventilen ab, dann läuft irgendwann kein Wasser mehr sauber durch. Hier lohnt sich destilliertes Wasser oder als kostenloser Ersatz das Kondensat aus einem Wäschetrockner oder Luftentfeuchter, das ist praktisch kalkfrei. Der Aufwand klingt übertrieben, verlängert aber die Lebensdauer der Wasserwege spürbar und ist billiger als eine neue Pumpe.
Damit sind wir beim größten Missverständnis. Im Netz kursieren Rezepte mit Essig, Zitronensäure, Natron oder einem Schuss Spülmittel, teils auf denselben Seiten, die im nächsten Absatz vor Säureschäden warnen. Diesen Widerspruch lösen wir hier klar auf.
Mythos & Fakt
Drei Irrtümer über Wischroboter-Reiniger
Einordnung der Redaktion auf Basis von Roborock-Support, t-online und Verbraucher-Initiative, Stand 07/2026.
Der Kern in einem Satz: Essig und Zitronensäure gehören nicht in den Frischwassertank. Essigsäure lässt Gummidichtungen aufquellen und verspröden, greift Kunststoff an und fördert Korrosion an Metallteilen. Zitronensäure ist zwar milder, setzt dafür aber Aluminium zu und kann es verfärben. Beide sind für die kurze Kalkentfernung an Wasserkocher oder Armatur gedacht, nicht für den Dauereinsatz in einem Gerät voller Dichtungen, Ventile und Sensoren. Wer den Tank mal entkalken will, arbeitet mit einer stark verdünnten Lösung für wenige Minuten und spült danach gründlich mit klarem Wasser nach, ganz auf eigenes Risiko und nie als tägliches Wischmittel.
Materialschutz
Was Säuren im Wischroboter anrichten
Angriff auf typische Bauteile, niedriger ist besser
| Bauteil | Essigsäure | Zitronensäure | Neutraler Reiniger |
|---|---|---|---|
| Gummidichtungen | hoch | mittel | gering |
| Kunststofftank | hoch | mittel | gering |
| Aluminiumteile | mittel | hoch | gering |
| Pumpe / Ventile | hoch | mittel | gering |
Und das Spülmittel? Ein einziger Tropfen scheint harmlos, doch Tenside sind genau darauf ausgelegt, Schaum zu bilden. Im Handwisch-Eimer ist das egal, im geschlossenen Kreislauf eines Wischroboters wird es zum Problem. Wie diese Kette abläuft, zeigt die nächste Grafik.
Die richtige Dosierung entscheidet über die Kosten
Hier steckt die teuerste Fehleinschätzung, und zwar in beide Richtungen. Viele denken, ein Fremdmittel sei automatisch günstiger als die Original-Lösung, weil der Literpreis niedriger ist. Das stimmt nur, wenn du auch die Verdünnung mitrechnest. Ein Konzentrat, das im Verhältnis 1:300 dosiert wird, reicht fünfzehnmal weiter als eines, das nur 1:20 verträgt, selbst wenn die Flasche dasselbe kostet.
betterpick-Kennzahl
Was ein Wischgang kostet
in Cent je Tankfüllung. Je stärker verdünnbar, desto günstiger. Niedriger ist besser.
Eigene Rechnung: Konzentratpreis 10 €/L (Annahme, konstant gehalten), Frischwassertank 0,8 L, Verdünnung laut Produktangabe. Werte gerundet, Stand 07/2026.
Genau deshalb haben wir eine eigene Kennzahl gebildet, die kein anderer Ratgeber liefert: die Kosten pro Wischgang. Bei einem angenommenen Konzentratpreis von rund zehn Euro je Liter und einem Frischwassertank von etwa 0,8 Litern kostet ein Wischgang mit einem 1:200-Hochkonzentrat nur wenige Cent, mit einem 1:20-Mittel dagegen ein Vielfaches. Nicht der Preis auf der Flasche entscheidet, sondern wie stark du verdünnen darfst. Ein Hochkonzentrat ist im Alltag fast immer die günstigere Wahl, auch wenn es im Regal teurer aussieht.
Die zweite Hälfte der Regel ist ebenso wichtig: weniger ist mehr. Eine Überdosierung reinigt nicht besser, sie hinterlässt Schlieren und Rückstände auf dem Boden und belastet die Pumpe unnötig. Als Faustregel gilt: Halte dich strikt an die Verdünnung auf der Flasche, und wenn eine Angabe fehlt, dosiere lieber zu schwach als zu stark. Erkennst du nach dem Wischen einen matten Film oder rutschige Stellen, hast du zu viel Mittel genommen, nicht zu wenig.

Was schiefgeht: die häufigsten Schäden durch falsche Mittel
Wir haben Foren, Käuferbewertungen und Support-Hinweise durchgesehen, um herauszufinden, was in der Praxis wirklich passiert. Es sind immer dieselben Muster, und sie folgen einer klaren Rangfolge. Das mit Abstand häufigste Problem ist Schaum. Sobald ein tensidreiches Mittel in den Tank kommt, füllt sich dieser mit Blasen, die Pumpe zieht Luft, und die Wischfunktion setzt aus. Roborock warnt selbst davor, und in nahezu jeder Ratgeber- und Herstellernotiz taucht dieses Problem auf.
So entsteht der Schaden
Warum ein schäumendes Mittel den Roboter lahmlegt
Die Kette vom falschen Reiniger zum Ausfall, Schritt für Schritt
Tensidreiches Mittel
Spülmittel oder Allzweckreiniger im Tank
Schaum im Tank
Blasen füllen den Behälter
Pumpe zieht Luft
Sensor erkennt kein Wasser
Wischfunktion aus
plus Rückstände auf dem Boden
Schematische Darstellung nach Roborock-Support und Fachartikel zur Reiniger-Kompatibilität, Stand 07/2026.
Auf Platz zwei folgen verstopfte Düsen und Leitungen. Klebrige oder zu aggressive Mittel setzen die feinen Wasserwege zu, dann kommt kein Wasser mehr an der Wischplatte an. Danach kommen Streifen und matte Rückstände durch Überdosierung, gefolgt von Geruch und Ablagerungen im Tank, die vor allem entstehen, wenn Standwasser tagelang im Behälter bleibt. Gegen den Geruch hilft banal, aber zuverlässig: den Tank nach dem Wischen leeren und trocknen lassen und das Wischtuch nicht feucht liegen lassen.
Ein Randfall verdient Erwähnung, weil er zeigt, wie individuell Kunststoffe reagieren. In einem Forum berichtet ein Nutzer, ein bestimmtes Fremdkonzentrat habe seinen Wasserbehälter angegriffen, das Plastik wurde milchig. Das ist eine Einzelstimme, kein Muster, aber ein guter Grund, ein neues Mittel zunächst ein, zwei Wochen zu beobachten, bevor du es zum Dauerbegleiter machst. Ein weiterer Nutzer beschreibt es drastisch: Im Frischwasser hätten sich nach zwei Tagen „Fäden“ gebildet. Auch das spricht dafür, den Tank nicht als Vorratslager zu nutzen, sondern nur so viel anzumischen, wie ein Durchgang braucht.
Für wen dieser Weg nichts ist: Wer sein Gerät noch in der Garantiezeit hat und jedes Risiko ausschließen will, bleibt bei der Original-Lösung oder bei klarem Wasser. Eine Alternative spart Geld und ist bei sauberer Auswahl sicher, aber sie bleibt formal ein Schritt außerhalb der Herstellerfreigabe.
Welche Alternative passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt weniger vom Produkt ab als von deiner Situation. Drei typische Fälle decken die meisten Haushalte ab.
Entscheidungshilfe
Welche Alternative passt zu dir?
Unsere Empfehlung
Klares Wasser plus Original-Lösung
Solange du jedes Risiko ausschließen willst, bleibst du bei destilliertem Wasser und der freigegebenen Original-Lösung. Kein Garantiethema, keine Materialfrage, dafür der bequemste Weg.
Unsere Empfehlung
Schaumarmes Hochkonzentrat
Ein Konzentrat mit hoher Verdünnung, etwa 1:200, drückt die Kosten pro Wischgang am stärksten. Achte nur auf schaumarm und säurefrei, dann sparst du dauerhaft.
Unsere Empfehlung
Biologisch abbaubares Öko-Konzentrat
Wenn dir Umweltbilanz und ein dezenter Duft wichtig sind, nimm ein vegan formuliertes, biologisch abbaubares Konzentrat. Es trocknet streifenfrei ab und bleibt trotzdem schaumarm.
Empfehlungen nach Nutzerprofil, ohne JavaScript bedienbar. Stand 07/2026.
Bist du vorsichtig und noch in der Garantiezeit, ist klares oder destilliertes Wasser dein Freund, ergänzt um die Original-Lösung, wenn es mal gründlicher sein soll. Willst du dauerhaft sparen, greif zu einem schaumarmen Hochkonzentrat mit hoher Verdünnung, das drückt die Kosten pro Wischgang am stärksten. Legst du Wert auf Ökologie und Duft, findest du biologisch abbaubare Konzentrate mit milder Beduftung, die streifenfrei abtrocknen. In jedem Fall gilt dieselbe Grundregel: schaumarm, neutral, sparsam. Alles Weitere ist Geschmackssache.
So sind wir vorgegangen
Diese Empfehlung ist kein Labortest, und das sagen wir offen. Wir haben keinen eigenen Dauerlauf über Monate in einer Roborock-Station gefahren. Stattdessen haben wir die offiziellen Roborock-Support-Vorgaben mit den Materialangaben unabhängiger Quellen und der Erfahrung aus Foren und Käuferbewertungen abgeglichen. Aus diesem Abgleich entsteht ein Bild, das belastbarer ist als jede einzelne Quelle für sich.
Bei der Einordnung der Mittel haben wir vier Kriterien gewichtet. Am schwersten wiegt die Materialverträglichkeit mit 40 Prozent, weil ein beschädigtes Gerät alles andere aufwiegt. Es folgen das Schaumverhalten mit 30 Prozent, die Ergiebigkeit und Kosten mit 20 Prozent und die Umwelt- und Duftbilanz mit 10 Prozent. Diese Gewichtung erklärt auch das knappe Duell an der Spitze: Zwischen dem sehr ergiebigen, zugleich am breitesten bewerteten Hochkonzentrat und einem nur schwächer verdünnbaren Bio-Set gaben am Ende die deutlich niedrigeren Kosten pro Wischgang den Ausschlag, weil beide bei Materialverträglichkeit und Schaum gleichauf lagen.
Bewertungslogik
Woran wir eine Alternative messen
Gewichtung der vier Kriterien, in Prozent
Bewertungsschema der Redaktion, feste Gewichtung über alle Mittel. Stand 07/2026.
Ein wichtiger Hinweis zur Ehrlichkeit: Einen Test der Reinigungsmittel selbst, etwa von der Stiftung Warentest oder Öko-Test, gibt es nach unserer Recherche nicht. Getestet werden die Geräte, zuletzt in Ausgabe 1/2026, dort wurde ein Roborock-Modell Testsieger. Die Flüssigkeiten dagegen prüft keine unabhängige Instanz, und die genauen Inhaltsstoffe der Original-Lösung legt der Hersteller nicht offen. Wo wir also keine belegte Zahl haben, behaupten wir keine. Wir prüfen Preise, Verfügbarkeit und neue Produkte etwa vierteljährlich und halten den Beitrag entsprechend aktuell.
Unsere klare Kante: Die meisten Haushalte überschätzen, wie viel Spezialreiniger sie brauchen. Für normal verschmutzte, versiegelte Böden ist klares Wasser plus gelegentlich ein Tropfen neutrales Konzentrat völlig ausreichend. Die teure Original-Lösung kaufst du im Grunde für Bequemlichkeit und Garantie-Ruhe, nicht für ein besseres Wischergebnis. Wer das weiß, spart ohne schlechtes Gewissen.
Häufige Fragen
Welches Reinigungsmittel darf man für einen Roborock nehmen?
Offiziell erlaubt Roborock im Frischwassertank nur die eigene Reinigungslösung, verdünnt 1:300. Wer eine Alternative nutzen will, sollte zwingend zu einem schaumarmen, pH-neutralen und säurefreien Konzentrat greifen und es stark verdünnen. Schäumende oder aggressive Mittel können Pumpe, Ventile und Sensoren stören. Mehr dazu im Abschnitt zur richtigen Dosierung.
Kann man Spülmittel oder normalen Allzweckreiniger in den Wischroboter geben?
Davon raten wir ab. Spülmittel und viele Allzweckreiniger schäumen stark, und Schaum ist das am häufigsten dokumentierte Problem: Der Tank füllt sich mit Blasen, die Pumpe zieht Luft, die Wischfunktion setzt aus. Die Empfehlung, Allzweckreiniger zu nutzen, gilt fürs Wischen von Hand, nicht für den Robotertank.
Darf man Essig oder Zitronensäure im Roborock verwenden?
Nicht als Wischmittel im Frischwassertank. Essigsäure greift Gummidichtungen und Kunststoff an, Zitronensäure setzt Aluminium zu. Roborock schließt Säuren aus, und im Schadensfall kann die Garantie erlöschen. Zum kurzen Entkalken der Station nutzen manche Nutzer eine stark verdünnte Lösung mit anschließendem Klarspülen, das bleibt aber ein Eingriff auf eigenes Risiko.
Kann man Reinigungsmittel für den Wischroboter selbst machen?
Am sichersten ist klares oder destilliertes Wasser, oft reicht das völlig. Wer etwas zugeben will, nimmt eine winzige Menge eines neutralen, schaumarmen Reinigers und löst ihn vollständig auf. Rezepte mit Essig, Zitronensäure oder Spülmittel kursieren zwar, widersprechen aber der Herstellervorgabe und dem Materialschutz.
Verliert man die Garantie, wenn man ein fremdes Reinigungsmittel nutzt?
Roborock schreibt die eigene Lösung vor, und bei einem nachweisbaren Schaden durch ein ungeeignetes Mittel kann der Garantieanspruch entfallen. Bei milden, schaumarmen Konzentraten ist ein solcher Nachweis schwer zu führen. Bei Säuren oder schäumenden Mitteln ist das Risiko real, weil sie typische, zuordenbare Schäden verursachen.
Gibt es einen Test der Stiftung Warentest zu Roborock-Reinigungsmitteln?
Nein. Die Stiftung Warentest hat in Ausgabe 1/2026 zwölf Saug-Wisch-Roboter geprüft, dabei wurde der Roborock Saros Z70 mit der Note 1,8 Testsieger. Die Reinigungsflüssigkeiten selbst wurden nicht getestet, einen eigenen Test von Reinigungsmittel-Alternativen gibt es nach unserer Recherche nicht.
Fazit
Eine gute Roborock Reinigungsmittel Alternative ist keine Frage der Marke, sondern der Eigenschaften. Schaumarm, pH-neutral, säurefrei und stark verdünnt, dann bist du auf der sicheren Seite. Für viele Böden reicht sogar klares oder destilliertes Wasser, und ein schaumarmes Hochkonzentrat drückt die Kosten pro Wischgang auf wenige Cent. Was du dir und deinem Gerät sparst, sind Spülmittel, Essig und schäumende Allzweckreiniger, denn die kosten am Ende mehr, als sie sparen. Wenn du diese eine Regel beachtest, hält dein Roboter länger und wischt sauberer, ganz ohne teures Original.