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700 Euro für einen Gaming-Stuhl – das ist kein Spontankauf. Und genau deshalb lohnt es sich, den Razer Iskur V2 NewGen genauer anzuschauen, bevor du auf „In den Einkaufswagen“ klickst.
Der Stuhl richtet sich nicht an Leute, die drei Stunden pro Woche zocken. Er ist für Menschen gebaut, die täglich viele Stunden vor dem Bildschirm verbringen und dabei merken, dass ihr Rücken das irgendwann kommentiert. Die HyperFlex-Lordosenstütze, das CoolTouch-Kunstleder und der perforierte Kaltschaum sind keine Marketing-Versprechen, die man gleich wieder vergisst – sie sind tatsächlich der Kern des Produkts.
Gleichzeitig fehlt dem Stuhl eine Sitztiefenverstellung. Für 700 Euro ist das ein echter Kritikpunkt, und den nennen wir auch so.
Razer Iskur V2 NewGen - Ergonomischer Gaming-Stuhl mit HyperFlex-Lordosenstütze, Gen-2 EPU-Leder mit CoolTouch, 4D-Armlehnen | Schwarz/Grün*
Der Razer Iskur V2 NewGen ist ein ernsthafter Stuhl für Menschen, die täglich viele Stunden sitzen. Die HyperFlex-Lordosenstütze ist das stärkste Argument – sie ist besser als alles, was vergleichbare Gaming-Stühle in dieser Preisklasse bieten. Das CoolTouch-Leder und der perforierte Kaltschaum halten, was sie versprechen. Der einzige echte Kritikpunkt: Eine Sitztiefenverstellung fehlt – für 700 Euro ist das schwer zu ignorieren.
Was bedeutet NewGen beim Razer Iskur V2?
„NewGen“ meint hier kein neues Modell von Grund auf, sondern ein gezieltes Update an drei Stellen: Das Kunstleder ist jetzt Gen-2-EPU mit CoolTouch-Technologie, das Sitzpolster wurde auf doppelt verdichteten, perforierten Kaltschaum umgestellt, und die Lordosenstütze ist neu als 360-Grad-HyperFlex-System ausgelegt.
Was das in der Praxis bedeutet: Das Material soll sich kühler anfühlen – besonders relevant für lange Sessions im Sommer. Das Polster verteilt Druck anders als klassischer Schaumstoff. Und die Lordosenstütze folgt der Bewegung des unteren Rückens, statt starr an einer Stelle zu bleiben.
Razer nennt auf der Produktseite bis zu 152 Grad Neigungswinkel, an anderer Stelle 153,5 Grad ±2. Der Unterschied ist irrelevant. Wichtig ist: Der Stuhl ist auf Positionswechsel ausgelegt, nicht auf starres Geradeausitzen.
Technisch bestätigt die Support-Seite: 4D-Armlehnen, Klasse-4-Gasfeder, Memory-Foam-Kopfkissen, Frog-Tilt-Mechanik, 6-cm-Rollen.
Die 8 wichtigsten Kaufkriterien
Lordosenstütze und Rückenunterstützung
Die HyperFlex-Lordosenstütze ist das stärkste Argument für den Stuhl. Sie lässt sich nach oben, unten, vorne und hinten anpassen und folgt der Bewegung des Rückens – nicht nur einmalig eingestellt und dann vergessen, sondern aktiv während du sitzt.
Das klingt nach Standard-Feature, ist es aber nicht. Die meisten Gaming-Stühle in dieser Preisklasse bieten entweder ein loses Kissen, das nach ein paar Wochen verrutscht, oder eine starre Wölbung, die entweder passt oder nicht. Beides löst das Problem nur halb. Die HyperFlex-Lösung ist konzeptionell näher an dem, was ein guter Bürostuhl macht – nur eben in einem Gaming-Stuhl-Körper.
Wer unter Rückenbeschwerden leidet oder lange Sitzphasen kennt, bei denen der untere Rücken irgendwann anfängt zu melden, wird den Unterschied merken. Nutzer mit diagnostizierten Rückenproblemen berichten, dass sie nach mehreren Stunden weniger Beschwerden hatten als mit früheren Stühlen – auch teureren.
Sitzfläche und Bewegungsfreiheit
Die breite Sitzfläche ist im Alltag nützlicher, als es auf dem Datenblatt klingt. 40 × 45 cm und weit gestellte Schulterbögen bedeuten in der Praxis: Du kannst sitzen wie du willst, ohne dass der Stuhl das korrigiert.
Wer beim Arbeiten oder Zocken gerne die Beine anzieht, schräg sitzt, sich auf eine Seite lehnt oder die Position häufig wechselt, profitiert davon direkt. Enge Seitenwangen, wie sie viele günstige Gaming-Stühle haben, sind nicht nur optisch aufdringlich – sie begrenzen echte Bewegungsfreiheit und werden bei langen Sessions schnell unangenehm.
Der Iskur V2 NewGen ist hier offener und alltagstauglicher als der Großteil der Konkurrenz in dieser Preisklasse. Wer nicht nur für drei Stunden Abend-Gaming kauft, sondern für den ganzen Arbeitstag, merkt das.
Polsterhärte und Sitzkomfort
Doppelt verdichteter, kaltgehärteter Schaumstoff mit perforierter Oberfläche – das klingt gut, bedeutet aber konkret: Der Sitz ist nicht weich wie ein Sofa. Er ist straff, gezielt und auf Stunden ausgelegt.
Das ist kein Fehler, sondern eine Designentscheidung. Weiches Polster fühlt sich beim ersten Hinsetzen angenehm an und gibt nach wenigen Monaten nach – du sitzt dann auf einem durchgesessenen Kissen, das keine Unterstützung mehr bietet. Fester Schaum hält die Form, verteilt das Körpergewicht gleichmäßiger und entlastet dadurch langfristig die Wirbelsäule besser.
Wer ein sehr weiches Sitzgefühl erwartet, wird sich anfangs umgewöhnen müssen. Nach einer Eingewöhnungszeit von ein bis zwei Wochen berichten die meisten Nutzer, dass sie das straffe Polster nicht mehr missen wollen.
Bezug und Hitzemanagement
Das Gen-2-EPU-Leder mit CoolTouch-Technologie hat laut Razer einen höheren Wärmeeindringkoeffizienten als herkömmliches PU-Leder. Vereinfacht: Das Material nimmt Körperwärme schneller auf, leitet sie aber auch schneller wieder ab, statt sie zu speichern.
Der praktische Unterschied zeigt sich vor allem im Sommer oder bei langen Sessions ohne Klimaanlage. Klassische PU-Leder-Stühle werden nach zwei Stunden unangenehm – du kleibst regelrecht fest. Das perforierte Schaum-Polster darunter unterstützt die Luftzirkulation zusätzlich.
Razer behauptet außerdem, das Material sei deutlich langlebiger als herkömmliches PU-Leder. Das lässt sich nach wenigen Monaten noch nicht abschließend beurteilen – aber die Verarbeitung des Bezugs macht einen robusten Eindruck, keine dünne Folie die bei der ersten Gelegenheit reißt.
Armlehnen
Die 4D-Armlehnen lassen sich in Höhe, Tiefe, Breite und Winkel verstellen – und das fühlt sich nicht nach billigem Plastik an. Die Oberflächen sind laut Herstellerangaben auf täglichen Abrieb ausgelegt, und Nutzerbewertungen bestätigen das bisher.
Was in der Praxis wichtig ist: Armlehnen die sich wirklich nach dir richten lassen, sind kein Luxus. Wer zwischen Gaming, Schreibtischarbeit und entspanntem Zurücklehnen wechselt, braucht unterschiedliche Positionen – und kann das hier auch einstellen. Die Breiten- und Winkelverstellung ist besonders relevant für Menschen, die oft tippen und dabei die Unterarme ablegen wollen.
Mechanik und Liegewinkel
Die Frog-Tilt-Mechanik bedeutet: Wenn du dich nach hinten lehnst, neigen sich Sitz und Rückenlehne gemeinsam, aber nicht im gleichen Verhältnis. Das fühlt sich natürlicher an als eine starre Rückenlehne, weil dein Körperschwerpunkt dabei weniger kippt.
Bis zu 152 Grad Neigung ist für einen Gaming-Stuhl viel – genug um wirklich flach zu liegen, nicht nur leicht zurückzulehnen. Die Rückenlehne passt sich dabei dem Körpergewicht an, lässt sich aber auch mit der Wippmechanik feststellen wenn du eine feste Position bevorzugst. Für Menschen die abwechselnd aufrecht arbeiten und entspannt zurücklehnen, ist das ein echter Vorteil gegenüber Stühlen mit fester Rückenlehne.
Maße, Zielgruppe und Traglast
Nutzergröße laut Hersteller: 160 bis 200 cm, bis 136 kg. Sitzhöhe: 43,5 bis 53,5 cm. Sitzfläche: 40 × 45 cm. Gesamthöhe: 130 bis 140 cm. Gewicht: 27,6 kg.
Das ist ein schweres, massives Möbelstück – kein leichter Bürostuhl den du mal eben umstellst. Die Klasse-4-Gasfeder und die 6-cm-Rollen sind auf Langzeiteinsatz ausgelegt. Für die Untergrenze der Zielgruppe, also Nutzer unter 170 cm, kann die Sitzfläche relativ groß wirken – hier lohnt sich ein Probesitzen wenn möglich.
Wichtiger Hinweis zu den Maßen: Die Angaben auf der Amazon-Produktseite weichen an einigen Stellen leicht von der offiziellen Razer-Support-Seite ab. Für die Kaufentscheidung relevant ist vor allem die Sitzhöhe – 43,5 cm Minimum bedeutet, dass der Stuhl für sehr kleine Schreibtische zu hoch sein kann.
Verarbeitung und Preis-Leistungs-Verhältnis
Hier wird es ehrlich. Der Stuhl ist verarbeitungstechnisch solide – nichts wackelt, nichts klappert, die Verbindungen sitzen fest. Wer ihn auspackt, merkt sofort dass das kein billiges China-Gamingspielzeug ist.
Trotzdem fehlt in manchen Details der letzte Schritt, den man für 700 Euro eigentlich erwartet. Die Materialhaptik an einigen Stellen ist gut, aber nicht überragend. Und die fehlende Sitztiefenverstellung ist bei einem Stuhl in dieser Preisklasse ein echtes Versäumnis – nicht weil sie technisch schwer umzusetzen wäre, sondern weil deutlich günstigere Bürostühle sie selbstverständlich mitbringen.
Die Ergonomie stimmt. Das Konzept stimmt. Aber wer 700 Euro ausgibt und jeden Cent gespürt haben will, wird an einzelnen Stellen mit einem „fast perfekt“ nach Hause gehen.
Razer Iskur V2 NewGen Test: Praxiserfahrung im Detail
Nach dem Auspacken ist das erste, was auffällt: Das Ding ist schwer. 27,6 kg im Karton, und der Karton ist entsprechend groß. Wer in einer Wohnung mit Treppen lebt, braucht entweder Hilfe oder einen guten Rücken – was bei einem Ergonomiestuhl eine gewisse Ironie hat.
Die Montage selbst ist überraschend unkompliziert. Alle benötigten Werkzeuge liegen bei, die Anleitung ist klar, und nach etwa 20 bis 30 Minuten steht der Stuhl. Keine losen Schrauben, keine Teile die nicht passen wollen – für ein Produkt in dieser Gewichtsklasse ist das keine Selbstverständlichkeit.
Erster Eindruck beim Hinsetzen
Der Sitz ist fester als erwartet. Wer von einem weichen Gamingstuhl kommt, braucht ein paar Tage Eingewöhnung. Das ist kein Fehler – es ist Absicht. Der doppelt verdichtete Kaltschaum gibt nicht nach wie ein Sofa, sondern verteilt das Gewicht gleichmäßig. Nach einer Woche berichten die meisten Nutzer, dass sie das straffe Polster nicht mehr missen wollen.
Die Lordosenstütze fällt sofort auf – im positiven Sinn. Sie sitzt genau dort, wo sie sitzen soll, ohne dass man lange justieren muss. Mit der 360-Grad-Verstellung lässt sie sich feinjustieren bis sie passt. Bei einem Nutzer mit diagnostizierter Spinalkanalstenose war das Ergebnis nach zwei Tagen mit je neun Stunden Einsatz: weniger Beschwerden als mit dem vorherigen Stuhl, der deutlich teurer war.
Nach mehreren Stunden
Das CoolTouch-Leder hält, was der Name verspricht. Klassische PU-Stühle werden nach zwei Stunden unangenehm – du spürst die Wärme, die sich aufstaut. Hier bleibt das Material angenehm, das perforierte Polster tut seinen Teil dazu. Kein Hitzestau, keine feuchte Rückseite nach langen Sessions.
Die 4D-Armlehnen sind nach einer kurzen Einstellphase wirklich nützlich. Höhe, Tiefe, Breite, Winkel – das klingt nach Overengineering, zahlt sich aber aus, wenn man zwischen Tippen, Gaming und entspanntem Zurücklehnen wechselt. Die Oberfläche fühlt sich nach Stunden noch angenehm an.
Das Kopfkissen aus Memory-Foam sitzt richtig, wenn man sich zurücklehnt. Es passt sich der Nackenkrümmung an, ohne zu rutschen. Bei aufrechter Sitzposition braucht man es kaum – es ist für die Rücklehnphasen gedacht und erfüllt dort seinen Zweck.
Der Haken – und er ist real
Die Sitzfläche ist für größere Nutzer zu lang. Sie geht fast bis in die Kniekehlen, was nach Stunden zu unangenehmen Druck an der Oberschenkelunterseite führen kann. Eine Sitztiefenverstellung würde das in Sekunden lösen. Sie fehlt. Für einen Stuhl unter 300 Euro wäre das akzeptabel. Für 700 Euro ist es ein echter Kritikpunkt, der in keiner ehrlichen Bewertung fehlen darf.
Die Verarbeitung ist gut – aber nicht makellos. Nichts bricht, nichts klappert, alles sitzt fest. Aber der letzte Hauch von „das ist Premiumqualität“ fehlt an einzelnen Stellen. Wer einen Herman Miller oder Steelcase kennt, wird den Unterschied in der Haptik merken. Wer von einem 150-Euro-Gamingstuhl kommt, wird begeistert sein.
Preis-Leistungs-Vergleich
700 Euro ist eine Summe, bei der man nicht bauchgefühlsmäßig kauft. Deshalb lohnt ein konkreter Vergleich.
Der direkte Konkurrent in der Preisklasse ist der AutoFull G7 für rund 600 Euro – Mesh-Bezug, 4D-Armlehnen, Zero-Gravity-Mechanik. Er ist leichter, hat mehr Luftzirkulation durch den Mesh-Rücken, und bringt eine Sitztiefenverstellung mit. Was ihm fehlt: eine Lordosenstütze auf dem Niveau der HyperFlex. Wer Rückenprobleme hat, wird den Unterschied merken.
Darunter liegt der Razer Iskur V2 selbst – inzwischen ab ca. 473 Euro erhältlich. Er hat dieselbe Grundstruktur, aber das ältere PU-Leder, den einfacheren Schaum und die starre Lordosenstütze. Für Käufer die das CoolTouch-Material und die 360-Grad-HyperFlex nicht zwingend brauchen, ist das die vernünftigere Wahl.
Ganz unten in der Kategorie sitzt der Razer Iskur V2 X NewGen für ca. 220 Euro – stark reduzierte Features, 2D-Armlehnen, einfachere Lordosenstütze. Für Gelegenheitsnutzer ausreichend, für Vielstunden-Sitzer zu wenig. Weitere Budget-Optionen findest du in unserem Vergleich der besten Gaming-Stühle unter 300 Euro.
Was bleibt: Der Iskur V2 NewGen kostet 150–230 Euro mehr als seine direkten Vorgänger und Alternativen. Dieser Aufpreis rechtfertigt sich ausschließlich über die HyperFlex-Lordosenstütze und das neue Material. Wer diese Features nicht gezielt sucht, zahlt zu viel. Wer sie sucht, findet in dieser Preisklasse nichts Vergleichbares bei einem Gaming-Stuhl.
Häufige Fragen zum Razer Iskur V2 NewGen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Razer Iskur V2 NewGen – von Ergonomie und Maßen bis zu Garantie und Rückgabe.
Für wen ist der Razer Iskur V2 NewGen geeignet?
Der Stuhl ist für Nutzer gedacht, die täglich viele Stunden vor dem Bildschirm verbringen – ob beim Gaming, im Homeoffice oder beidem. Laut Hersteller passt er für Körpergrößen von 160 bis 200 cm und bis 136 kg Körpergewicht. Wer gelegentlich ein paar Stunden zockt und danach aufsteht, bekommt für 700 Euro mehr Stuhl als nötig. Wer seinen Rücken täglich belastet und gezielt eine hochwertige Lordosenstütze sucht, ist hier richtig.
Was ist die HyperFlex-Lordosenstütze und wie hilft sie?
Die HyperFlex-Lordosenstütze ist Razers eigenentwickeltes System zur Rückenunterstützung. Sie lässt sich nach oben, unten, vorne und hinten anpassen und folgt der Bewegung des unteren Rückens – statt starr an einer Position zu bleiben. Das unterscheidet sie von den meisten Gaming-Stühlen in dieser Preisklasse, die entweder ein loses Kissen oder eine feste Wölbung bieten. Praktisch bedeutet das: Auch wenn du die Rückenlehne nach hinten neigst oder die Position wechselst, bleibt die Unterstützung erhalten.
Ist der Razer Iskur V2 NewGen gut für den Rücken?
Besser als die meisten Gaming-Stühle in dieser Preisklasse – aber kein Ersatz für einen echten Orthopädiestuhl. Die HyperFlex-Lordosenstütze ist das stärkste Argument: Sie unterstützt die Lendenwirbelsäule aktiv und passt sich Bewegungen an. Nutzer mit Rückenproblemen berichten positiv, auch bei langen Sessions von 8–9 Stunden. Wer unter konkreten Erkrankungen leidet, sollte den Stuhl im Idealfall vor dem Kauf probesitzen oder die Amazon-Rückgabemöglichkeit nutzen.
Hat der Razer Iskur V2 NewGen eine Sitztiefenverstellung?
Nein – und das ist der einzige echte Kritikpunkt an diesem Stuhl. Eine Sitztiefenverstellung fehlt. Bei größeren Nutzern oder Menschen mit empfindlichen Oberschenkeln kann die Sitzfläche zu weit bis in die Kniekehlen reichen. Für einen Stuhl in der 700-Euro-Klasse ist das eine Lücke, die in Testberichten konsequent genannt wird. Razer hat das vermutlich für den Razer Iskur V3 auf dem Zettel.
Was bedeutet CoolTouch-Leder beim Iskur V2 NewGen?
Das Gen-2-EPU-Leder mit CoolTouch-Technologie hat laut Razer einen höheren Wärmeeindringkoeffizienten als herkömmliches PU-Leder – es fühlt sich kühler an, weil es Körperwärme schneller ableitet. In Kombination mit dem perforierten Kaltschaum reduziert das den Hitzestau bei langen Sessions spürbar. Razer behauptet außerdem, das Material sei deutlich langlebiger als klassisches PU-Leder. Ob das auf Jahre hält, lässt sich aktuell noch nicht abschließend beurteilen, da das NewGen-Modell erst seit kurzem erhältlich ist.
Wie viel Garantie hat der Razer Iskur V2 NewGen?
Razer gibt auf der offiziellen Produktseite 3 Jahre Garantie an, mit der Option auf eine verlängerbare 5-Jahres-Abdeckung. Die Amazon-Produktdaten der Grün-Variante nennen abweichend 2 Jahre. Bei einem Kauf lohnt es sich, die Garantiebedingungen des jeweiligen Händlers direkt zu prüfen – die Konditionen können je nach Verkäufer abweichen.
Kann ich den Razer Iskur V2 NewGen zurückgeben?
Beim Kauf über Amazon.de gilt eine freiwillige 30-tägige Rückgabegarantie, sofern der Artikel im Originalzustand zurückgeschickt wird. Im Razer-Eigenshop beträgt das Rückgaberecht 14 Tage. Wenn du unsicher bist, ob der Stuhl zu dir passt, empfehlen wir den Kauf über Amazon – so hast du genug Zeit, ihn im Alltag zu testen, bevor du endgültig entscheidest.
Wie schwer ist der Razer Iskur V2 NewGen und wie aufwendig ist der Aufbau?
Der Stuhl wiegt 27,6 kg – das ist für einen Gaming-Stuhl viel. Der Karton ist entsprechend groß und schwer. Der Aufbau selbst ist laut Käufern problemlos alleine zu bewältigen: Alle nötigen Werkzeuge liegen bei, die Montage ist logisch aufgebaut. Beim Tragen in obere Etagen ist Hilfe empfehlenswert.
Was ist der Unterschied zwischen Razer Iskur V2 und Iskur V2 NewGen?
Der V2 NewGen bringt drei konkrete Änderungen: Das Kunstleder wurde auf Gen-2-EPU mit CoolTouch-Technologie umgestellt, das Sitzpolster ist jetzt aus doppelt verdichtetem, perforiertem Kaltschaum, und die Lordosenstütze wurde als 360-Grad-HyperFlex-System neu entwickelt. Der V2 kostet aktuell deutlich weniger (ca. 550 Euro) und ist für Käufer interessant, die das verbesserte Material nicht zwingend brauchen. Wer gezielt die Lordosenstütze und das neue Bezugsmaterial will, zahlt den Aufpreis für den NewGen.
Razer Iskur V2 NewGen Test: Fazit und Kaufempfehlung
Der Razer Iskur V2 NewGen ist kein Stuhl für jeden – und das ist keine Kritik, sondern eine ehrliche Einschätzung.
Razer hat hier etwas gebaut, das einen klar definierten Job erledigt: Menschen die täglich viele Stunden sitzen und dabei aktiv Rückenunterstützung wollen, bekommen mit der HyperFlex-Lordosenstütze das beste was der Gaming-Stuhl-Markt in dieser Preisklasse hergibt. Das ist kein Marketing. Die Stütze funktioniert anders als alles was man von günstigen Gaming-Stühlen kennt, und Nutzer mit echten Rückenproblemen bestätigen das nach mehrtägigem Einsatz.
Das CoolTouch-Leder und der perforierte Kaltschaum sind sinnvolle Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger – nicht revolutionär, aber spürbar im Alltag. Nach mehreren Stunden kein Hitzestau, kein durchgesessenes Polster, kein Rattern bei den Armlehnen. Das ist mehr als man von vielen Stühlen in dieser Preisklasse sagen kann.
Gleichzeitig muss man ehrlich bleiben: Für 700 Euro gibt es keine Entschuldigung für eine fehlende Sitztiefenverstellung. Das ist kein Luxus-Feature – das ist Standard bei Bürostühlen die halb so viel kosten. Wer über 175 cm groß ist und lange sitzt, wird das irgendwann merken. Razer weiß das. Vermutlich wird der V3 sie haben.
Und dann ist da noch die Frage, ob ein Gaming-Stuhl für 700 Euro überhaupt die richtige Kategorie ist. Ein Herman Miller Aeron kostet zwar mehr, aber er hat eine Sitztiefenverstellung, eine andere Materialanmutung und einen anderen Wiederverkaufswert. Wer ein Homeoffice-Budget von 700 Euro für den Stuhl hat, sollte sich das ernsthaft überlegen – nicht weil der Iskur V2 NewGen schlecht ist, sondern weil auf diesem Preisniveau Alternativen aus dem klassischen Ergonomie-Segment existieren.
Für wen ist der Kauf trotzdem richtig: Du sitzt täglich 6 bis 10 Stunden, du kennst Rückenprobleme oder willst sie verhindern, du willst einen Gaming-Stuhl und keinen klassischen Bürostuhl, und die 700 Euro sind für dich eine bewusste Investition. Dann ist der Iskur V2 NewGen der beste Gaming-Stuhl den du in dieser Preisklasse kaufen kannst.
Für wen nicht: Du sitzt gelegentlich, du brauchst eine Sitztiefenverstellung, du erwartest Herman-Miller-Haptik, oder du schaust primär auf den besten Euro-pro-Stunde-Komfort. Dann gibt es bessere Optionen – entweder günstiger oder in einer anderen Kategorie.
Der Stuhl verdient sein Geld. Aber er verdient es nur von den richtigen Käufern.
Razer Iskur V2 NewGen - Ergonomischer Gaming-Stuhl mit HyperFlex-Lordosenstütze, Gen-2 EPU-Leder mit CoolTouch, 4D-Armlehnen | Schwarz/Grün*
Der Razer Iskur V2 NewGen ist ein ernsthafter Stuhl für Menschen, die täglich viele Stunden sitzen. Die HyperFlex-Lordosenstütze ist das stärkste Argument – sie ist besser als alles, was vergleichbare Gaming-Stühle in dieser Preisklasse bieten. Das CoolTouch-Leder und der perforierte Kaltschaum halten, was sie versprechen. Der einzige echte Kritikpunkt: Eine Sitztiefenverstellung fehlt – für 700 Euro ist das schwer zu ignorieren.