WINMAU Exion Test: Premium-Steeldarts mit Switch Point Technologie im Praxis-Check
Inhaltsverzeichnis
Winmau hat mit der Exion-Serie endlich ein eigenes Wechselspitzen-System am Start. Die WINMAU Exion kommen als 90%-Wolfram-Steeldarts, fertig vormontiert mit Winmau Fusion (integriertes Schaft-Flight-System) und dem Switch Point Tool. Klingt nach „Out of the box loslegen“ und genau so fühlt es sich auch an.
In diesem WINMAU Exion Test geht es um die Praxis: Wie spielen sich die Darts auf einem echten Setup, wie wirkt der Grip bei Rear-Grip, was bringt das Switch-Point-System wirklich, und welche Punkte solltest du vor dem Kauf wissen, damit du später nicht genervt am Board stehst.

Kurzfazit: Lohnt sich der WINMAU Exion?
Die Exion spielen sich hochwertig. Der Grip ist deutlich spürbar, aber nicht so aggressiv, dass der Release „klebt“. Wenn du gerne hinten greifst, fühlt sich das Barrel stabil und kontrollierbar an. In meinem Setup auf einem Winmau Blade 360 war der Release bei hinterer Griffposition sehr sauber. Mit ein wenig Dart Wachs wurde es sogar noch einen Tick kontrollierter, weil der Grip dann konstanter bleibt, gerade wenn die Finger minimal feuchter werden oder du länger spielst.
Der entscheidende Punkt ist nicht, ob die Exion gut sind, sondern ob du das Switch-Point-Ökosystem willst. Denn: Winmau fährt das System eher „geschlossen“. Das ist bequem, solange du im Winmau-Kosmos bleibst, aber weniger attraktiv, wenn du gerne quer durch alle Spitzen-Systeme mixt.
Von Timm getestet (Winmau Blade 360, Rear Grip, optional mit Dart Wachs)
WINMAU Exion Steeldarts (90% Wolfram) mit Switch Point Technologie – Premium-Set in Onyx & Gold
Sauber verarbeitet, griffig ohne „Kleben“ beim Release und als Set direkt spielbereit. Das Switch-Point-System ist ein echter Bonus, solange du im Winmau-Ökosystem bleibst.
Die wichtigsten Stärken & Schwächen auf einen Blick
Die Stärke ist das Gesamtgefühl: Verarbeitung, Balance und Grip wirken wie ein Premium-Set, das man ohne Umwege spielen kann. Die Schwäche liegt in der Systemfrage: Switch Points sind ein eigenes Ding und zielen nicht darauf ab, dir maximale Kompatibilität zu geben.
Für wen ich den Exion empfehle (und für wen nicht)
Empfehlung für Spieler, die ein griffiges, kontrolliertes Barrel suchen, gerne hinten oder mittig greifen und Wert auf ein „fertiges“ Setup legen. Wenn du hingegen Standardspitzen liebst oder bewusst auf maximale Kompatibilität setzt, solltest du vor dem Kauf genau prüfen, ob das Switch-Point-Konzept zu deinem Stil passt.
Technische Daten, Lieferumfang & Verarbeitung
Die Exion gibt es als Straight Barrel in 22g, 23g, 24g und sie bestehen aus 90% Wolfram. Optisch fallen sie durch das Onyx/Gold-Finish auf, das am Board wirklich edel wirkt. Das Set kommt vormontiert und liefert damit genau das, was viele wollen: auspacken, werfen, fertig.

Verarbeitung & Design (Onyx/Gold, Qualitätseindruck)
Die Verarbeitung wirkt sauber, die Übergänge sind ordentlich, das Finish fühlt sich hochwertig an. In einem YouTube-Test zur neuen Winmau-Serie wurde außerdem hervorgehoben, dass Winmau beim Launch stark auf ein neues Packaging und ein „vollständiges“ Paket setzt, inklusive zusätzlicher Spitzen und Tool.
Grip, Wurfgefühl & Flugverhalten im Test
Das Spielgefühl ist das, was an den Exion hängen bleibt. Der Grip gibt dir Rückmeldung, ohne sich unangenehm „hakig“ anzufühlen. Für mich als Rear-Gripper ist genau das wichtig: genug Halt für Kontrolle, aber nicht so viel, dass der Release leidet. Auf dem Blade 360 hat sich das Setup sehr stabil angefühlt, besonders bei konstantem Wurf.
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Grip & Barrel-Form: so liegt er wirklich in der Hand
Durch die Straight-Barrel-Form sind die Exion gut darin, Wiederholbarkeit zu fördern. Greifen, ansetzen, werfen: keine großen Überraschungen. Wenn du hinten greifst, bekommst du eine kontrollierte Auflage und ein sauberes Gefühl beim Abwurf. Mit etwas Dart Wachs wird das nochmal konstanter, weil der Grip weniger von Tagesform und Hauttrockenheit abhängt.
Balance, Konstanz & Bounce-Outs: meine Praxis-Erfahrung
Beim Flugverhalten wirken die Exion ruhig und stabil. Das liegt am Gesamtsetup, aber auch an der Balance, die nicht nervös wirkt. Bounce-Outs kannst du mit keinem Dart komplett „wegkaufen“, aber du merkst, dass die Exion auf Kontrolle ausgelegt sind. Wenn dein Wurf halbwegs konstant ist, fühlt sich das Scoring dadurch oft leichter an, weil weniger „Zufall“ im Release steckt.
Switch Point Technologie: Spitzenwechsel & Kompatibilität
Winmau nennt das System Switch Point und liefert ein Multitool mit, das neben dem Spitzenwechsel auch Funktionen wie Anrauen der Spitze bietet. In dem erwähnten Video wurde dabei positiv bewertet, dass das Tool stabil in der Hand liegt, gleichzeitig aber kritisiert, dass die Bedienlogik nicht so „idiotensicher“ ist wie bei Tools, die einfach nur einen klaren Standard-Antrieb haben.
Ein wichtiger Praxisaspekt: Bei Switch Points sind oft kleine O-Ringe (Gummiringe) im Spiel, die das Lösen verhindern sollen. Das kann funktionieren, bedeutet aber auch Verschleiß, wenn du häufig wechselst.
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Wave vs. Smooth: merkt man das im Spiel?
Winmau bietet verschiedene Point-Varianten (Smooth/Wave/Groove, je nach Angebot) und unterschiedliche Längen (häufig genannt: 26 mm sowie längere Optionen). Ob du den Unterschied im Spiel sofort merkst, hängt stark von deiner Konstanz ab. Für Spieler, die gern feintunen, kann das spannend sein. Für viele ist es eher ein „nice to have“, solange die Standardspitze sauber spielt.
Kompatibilität: welche Spitzen passen (und welche nicht)
Das ist der Teil, den man nicht weglächeln sollte: In dem Video wurde ziemlich klar gezeigt, dass Winmau sein System stark auf „Winmau-only“ auslegt. Tool und Points sind in erster Linie dafür gedacht, im Switch-Point-System zu bleiben. Versuche, andere Systeme zu nutzen, wurden dort als teils möglich, aber nicht wirklich empfehlenswert dargestellt, weil Passform und Sitz nicht durchgehend sauber sind.
In normalem Deutsch heißt das: Wenn du Exion kaufst, plane Switch Points als Standard ein. Wer gern alles kreuz und quer kombiniert, wird mit offeneren Systemen meist glücklicher.
Kaufberatung: Gewicht wählen + Alternativen
Das Gewicht entscheidet oft mehr als das Modell. Die Exion fühlen sich kontrolliert an, aber wenn du ein Gewicht nimmst, das nicht zu deinem Wurf passt, bringt dir die ganze Premium-Optik nichts.
22g vs. 23g vs. 24g: welches Gewicht passt zu dir?
Wenn du unsicher bist, ist 22g häufig die sicherste Wahl, weil es Technik und Release eher unterstützt. 23g ist der klassische Mittelweg, wenn du etwas mehr „Substanz“ im Wurf willst. 24g kann Sinn machen, wenn du bewusst schwerer spielst oder dir leichtere Darts zu unruhig wirken. Da du hinten greifst und deinen Release als „perfekt“ beschreibst, ist die wichtigste Regel: nicht wegen „Pro-Feeling“ schwerer gehen, wenn du nicht wirklich einen Grund dafür hast.
Gute Alternativen, falls der Exion nicht dein Ding ist
Wenn dich das Switch-Point-System reizt, du aber ein anderes Barrel-Profil willst, lohnt sich ein Blick auf andere Winmau Switch-Point-Modelle. Wenn du stattdessen einen ähnlichen „Wechselspitzen“-Gedanken in einem anderen Ökosystem willst, sind Target-Modelle mit Swiss-Point eine naheliegende Alternative. Und wenn du primär ein Preis-Leistungs-Setup suchst, gibt es 90%-Tungsten-Sets, die weniger „Premium“ wirken, aber am Ende ebenfalls zuverlässig scoren, nur eben ohne dieses besondere Gesamtgefühl.
Fazit: WINMAU Exion kaufen oder lassen?
Die WINMAU Exion sind ein echtes Premium-Set, das in der Praxis überzeugt. Auf einem Winmau Blade 360 spielen sie sich stabil, der Grip ist stark, aber nicht unangenehm, und als Rear-Gripper bekommst du ein sehr kontrolliertes Gefühl im Wurf. Mit etwas Dart Wachs wird das Setup sogar noch konsistenter, weil der Grip gleichmäßiger bleibt.
Der einzige echte Dealbreaker ist nicht die Qualität, sondern die Philosophie: Winmau will, dass du im Switch-Point-System bleibst. Wenn du das akzeptierst, sind die Exion eine starke Wahl. Wenn du maximale Kompatibilität willst, solltest du vor dem Kauf bewusst vergleichen.
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FAQ zum WINMAU Exion Test
Im Set sind die Darts vormontiert und es liegt zusätzlich mindestens ein weiteres Set Switch Points bei (häufig in 26 mm). Je nach Set/Variante kann das die glatte „Smooth“-Variante oder eine griffigere Variante sein.
Für Spieler, die kontrollierten Grip mögen, hinten oder mittig greifen und ein spielfertiges Setup wollen, das ohne Basteln direkt funktioniert.
Für ambitionierte Einsteiger ja, wenn du direkt ein hochwertiges Set willst und nicht viel basteln möchtest. Für absolute Anfänger, die erst mal günstig probieren wollen, ist der Preis eher überdimensioniert.
Es kann die Haptik konstanter machen, weil der Grip weniger von Hauttrockenheit oder leicht feuchten Fingern abhängt. Bei mir wurde der Release dadurch kontrollierter, ohne klebrig zu wirken.
In der Regel nein. Der Exion ist auf das Winmau Switch-Point-System ausgelegt. Wer Standardspitzen oder Fremdsysteme dauerhaft nutzen will, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.